15.-27.03.2012 - Kanada / USA / Kaimaninseln / Bahamas

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15.-27.03.2012 - Kanada / USA / Kaimaninseln / Bahamas

Beitragvon 150495 » 28.03.2012 02:13

Hier mal 'nen Bericht von unserer Tour, ergänzt durch ein paar Bilder. Viel Spaß beim Lesen!


Nach gut 8 Stunden Flug kam man Donnerstag Abends in New York an. Nach einer kurzen Besichtigung desTimes Squares ging es frühzeitig ins Bett, der Jetlag (5h) machte sich bemerkbar. Für den nächsten Tag stand die Fahrt im Greyhoundbus nach Montreal an. Im Gefährt eine anständige Anzahl an Leuten, die alle auf ihre jeweilige Art den restlichen Mitfahrern auf den Geist gingen. Am Ende gut 9 Stunden Fahrt, zog sich doch die Grenzkontrolle unnötigerweise in die Länge, da einzelne Gepäckstücke keinen Besitzer fanden. In Montreal ins Hostel in der Nähe des Busbahnhofs rein, verzögerte sich auch etwas, da man unter der angegebenen Hausnummer nur ein Krankenhaus fand. Am nächsten Morgen ein bisschen Sightseeing am alten Hafen (alt ist relativ). Montreal konnte uns nicht vollends überzeugen, ziemlich viel Müll auf den Straßen und die ein oder andere sonderbare Persönlichkeit. Die baulichen Highlights auch relativ rar gesät. Da kann die Landschaft der weniger bewohnten Gegenden in Kanada schon eher was, fühlt man sich doch angesichts der großflächigen Seen und Wälder etwas wie in Skandinavien. Frühzeitig ging's dann mit der U-Bahn zum ersten Spiel der Tour im Stade Olympique:SA 17.03.12 14:00 / Montréal Impact - Chicago Fire / 1:1 (0:0) / MLS / 58.912 Zuschauer (ca. 60 Gäste)

Erstes Heimspiel von Montréal in der Major League Soccer fand im Olympiastadion statt, da das Stade Saputo aktuell auf 20.000 ausgebaut wird. Soll wohl in diesem Jahr noch fertig werden (im Programm stand etwas von 5 Heimspielen im Olympiastadion). Selbiges ein ziemlich geiles Teil, sowohl von außen (Dachkonstruktion inkl.175-Meter-Turm) als auch von innen. Montréal ist neben Toronto und Vancouver eine von drei kanadischen Mannschaften in der MLS. Bis 2009 hatte Toronto einen Exklusivvertrag, was zur Folge hatte, dass kein anderer Verein aus Kanada in der MLS antreten durfte.

Knapp 59.000 Zuschauer wollten sich das heutige Spiel nicht entgehen lassen, was wohl Rekord für ein Vereinsfußballspiel in Kanada seien dürfte (Vermutung, ohne Gewähr). Auf Heimseite 150-200 Leute rund um die Ultras Montréal 02 am supporten. Zettelchoreo zu Spielbeginn leider etwas misslungen, da der Durchschnittszuschauer in Kanada gerne erst mit Anpfiff oder auch mal mit 20-minütiger Verspätung seinen Platz einnimmt. Pyro gab's auch etwas nach dem Tor. Auf Gästeseite ca. 60 Leute hinter einem "Section 8 on Tour"-Banner durchgehend bemüht, mangels Masse allerdings keine Chance sich Gehör zu verschaffen. Die restlichen gut 58.000 Zuschauer Eventpublikum erster Güte, auch sehr investitionsfreudig wenn's um Speis (Hot Dog 5 Dollar) und Trank (Bier 7 Dollar) geht. Von solchen Zuständen dürfte der ein oder andere beim DFB träumen.

Sportlich besser als vermutet. Ne Offenbarung wars aber auch nicht. 1:1 leistungsgerecht, wobei Montréal in Minute 90+4 noch nen Ball aus 20 Metern an die Latte knallte.
Montreal

SO 18.03.12 19:00 / Cayman Athletic – Roma United FC in West Bay / 3:0 (0:0) / 1. Liga Cayman Islands / ca. 40 Zuschauer
Um 13:00 auf Grand Cayman (Ab Montreal mit Zwischenstopp in Philadelphia und 1:30h Aufenthalt) gelandet, das erste Spiel sollte um 17:00 in George Town stattfinden. Dort um viertel vor angekommen und direkt einen Einheimischen gefragt. Kein Spiel um 17:00! Um 19:00 sollte dort laut Spielplan ein weiteres Spiel stattfinden, dies bestätigte er uns. Also weiter nach West Bay (10 Minuten Fahrt) wo auch um 17:00 angestoßen werden sollte. Angekommen und direkt ein gutes Gefühl, Spieler auf dem Platz, verschiedene Trikots, ein paar Leute am Spielfeldrand. Einen freundlich wirkenden Polizisten gefragt, wer hier denn spielt. Seine Antwort: Das 19:00 Spiel wurde gecancelt, ist nur ein Trainingsspiel. Dafür wird das Match, das eigentlich um 17:00 seien sollte um 19:00 ausgetragen. Noch in ein kurzes Gespräch mit einem vermeintlichen Spieler verwickelt, der uns bemitleidete, weil wird doch jetzt das absolute Topspiel zwischen dem Tabellenersten und Zweiten verpassen würden. Jo, für uns nicht so dramatisch. Ärgerlich war eher, dass wir somit um 19:00 Uhr nur ein Spiel, ergo auch nur einen Ground auf den Cayman Islands machen konnten. Der Grund für die Absage(n) konnte nicht endgültig geklärt werden, ich vermute aber, dass eine Beerdigung, an der wir vorbeifuhren den Ausschlag gegeben hat, beide Spiele um 17:00 zu canceln.Um 19:00 Uhr machten wir uns wieder auf nach West Bay (wir entschieden uns aus dem Bauch heraus für diesen Spielort, einfach weil dort eine nette, freundliche Atmosphäre herrschte und die Aussage, dass dort wirklich gespielt wird etwas verbindlicher wirkte). Der Polizist erwartete uns schon, und zusätzlich, was noch wichtiger war, auch 22 Spieler und 3 Schieds- bzw. Linienrichter. Der Bulle hatte einigen Leuten scheinbar schon erzählt, dass den Sportplatz mit einer kleinen, überdachten Sitzplatztribüne heute Besucher aus Deutschland beehren. Es entwickelte sich eine rege Diskussion zwischen den Leuten, der man aufgrund des extremen Dialekts zum Teil nur schwer folgen konnte. Thema war: Wer ist der beste deutsche Spieler aller Zeiten. Extremes Fachwissen, was die dort auf der Inseln haben. Einer nannte Rummenigge, der nächste Gerd Muller. Von hinten schrie einer: „No, Lothar Mataus didn't win the worldcup. Beckenbauer won it as player and trainer!“ :)Als es um den aktuell besten deutschen Spieler ging wurde es ruhiger. Einzig Ballack und Messi wurden genannt. :)Spiel fand auch noch eins statt, und das auf höchst überschaubarem Niveau. Vor allem der Gästetorwart sorgte für einige Lacher. Support in Form einer nervig schreienden Frau gab es auch. Highlight auf der Tribüne aber, als kurz vor Spielende ein nur mit Unterhose bekleideter, irrer Jugendlicher seine Runden drehte. Cayman Islands - Teil 1

MO 19.03.12 19:30 / Georgetown SC – Northside FC in Georgetown / 0:3 (0:0) / 1. Liga Cayman Islands / ca. 60 Zuschauer
Für den Montag war kein Spiela ngesetzt, also konnte man sich komplett dem Sightseeing widmen. Knapp 50 000 Menschen leben auf den Kaimaninseln, davon gut 2/3 auf der mit 197 km² größten der drei Inseln Grand Cayman, deren Hauptstadt Georgetown als fünftgrößter Finanzplatz der Welt gilt. Die Inselgruppe gehört zum Vereinigten Königreich, was man unter anderem an der Flagge, den Geldscheinen (darauf lächelt einem die Queen entgegen) und dem Linksverkehr erkennen kann. Leider sind die Eintrittspreise für die Hauptattraktionen der Insel (Tauchen mit Rochen/Schildkrötenfarm, etc.) ziemlich abartig (meistens 50$+ p.P.). So wurde sich auf den genialen Strand und die lokalen alkoholischen Spezialitäten konzentriert. Gegen 18:30 nochmal im Supermarkt vorbeigeschaut. Da dieser nur 500m vom Sportplatz in Georgetown entfernt lag entschloss man sich, dort nochmal kurz nach dem Rechten zu sehen. Flutlicht an, jo, hat nicht viel zu sagen, wird wohl irgendein Team trainieren. Die Anzahl der Autos und Leute gab dann den Ausschlag, einen Einheimischen zu befragen. Dieser war sich nicht sicher, meinte aber, das um 19:30 hier ein Spiel stattfinden würde. Also gewartet, und tatsächlich kreuzte irgendwann auch Team 2 sowie das Schiedsrichtergespann auf. Welch ein Glücksfall.Kurzerhand den 4. Offiziellen befragt, wer denn hier heute kickt. Selbiger musste bei der Schiedsrichterin nachfragen. :)Der Sportplatz „Annex Field“verfügt über 3 kleine Stahlrohrtribünen (davon zwei überdacht) auf einer Seite, sowie über 2 weitere Tribünen ohne Dach auf der Gegenseite. Spiel auf deutlich höherem Niveau als noch am Vorabend, gutes Tempo drin, teilweise schöne Pässe, die Athletik stimmt eh. Da wir die Teams nicht zweifelsfrei zuordnen konnten musste ein Linienrichter ausgefragt werden. Dieser konnte uns auch nicht weiterhelfen. 1. Liga eben... ;)Für Unterhaltung sorgte außerdem eine Katze, die unter einer der Tribünen genüsslich einen weggeworfenen Döner verspeiste. Damit dürfte das Vieh besser gespeist haben als wir die letzten Tage... ;)Glücklich und zufrieden wurden die übrigen Biervorräte noch vernichtet, der folgende Tag sollte etwas stressiger werden, standen doch 2 Flüge (Grand Cayman->Miami->Bahamas) an.Cayman Islands - Teil 2


MI 21.03.12 19:00 / Cavalier – College of Bahamas in Nassau / 3:2 (2:2) / 1. Liga Bahamas / ca. 80 Zuschauer
Der Dienstag sollte halten, was er versprochen hatte. Gegen Mittag an den Flughafen, Mietwagen zurück und Taschen aufgeben. Dort wurde uns mitgeteilt, dass wir unser Gepäck beim Zwischenstopp in Miami erneut aufgeben müssen. Ziemlich nervig, aber was will man machen. Über die Zeit machte man sich keine Gedanken, hatte man doch gut 2:00 Stunden und damit 'ne halbe Stunde mehr als noch in Philadelphia. An der Passkontrolle dann der erste Schock in Form einer elendig langen Schlange. Das wird eng! Zu unserem Glück öffneten kurz darauf weitere Schalter, die eigentlich für US-Bürger gedacht waren . Kontrolle durch, Gepäck genommen, erneut abgegeben, und dann wieder durchgecheckt worden. Am Ende wurde es eine Punktlandung. 10 Minuten länger und wir hätten den Anschluss verpasst. Also erst mal abschalten. In 'ner Propellermaschine ging's die knapp 300 km auf die Bahamas. Dort angekommen dann nach ewiger Warterei der nächste Schock. Gepäck nicht da! Zum Glück waren wir mit unserem Problem nicht die einzigen, trotzdem ging es ohne Taschen in die Unterkunft. Selbige kamen aber ungefähr 10 Minuten nach uns an der Rezeption an.Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum Sportkomplex, wo man den Austragungsort für sämtliche Erstligaspiele vermutete. Laut FIFA findet jeden Mittwoch genau ein Spiel in der Liga statt, also sicherlich etwas riskant den Länderpunkt unter der Woche machen zu wollen. Am vermeintlichen Nationalstadion (2 ziemlich große, überdachte Tribünen, siehe Bild) laberten wir nen Soldaten an, der dort mit seinem Maschinengewehr irgendetwas bewachte. Dieser schickte uns weiter in ein Büro, dort sollten wir auf jemanden treffen, der die Spielpläne kennt und uns weiterhelfen kann. Also artig geklopft und eingetreten. Vor uns ein Schreibtisch mit einer Frau dahinter, die sich umgehend um unsere Anliegen kümmerte. Von einem Spiel am Abend wusste sie nichts, was uns etwas schockte. Ein Einheimischer fuhr uns dann mit seinem PickUp voraus und zeigte uns den eigentlichen Ground. Insgesamt muss man sagen, dass wir weder auf Cayman noch Bahamas irgendwelche unfreundliche Leute getroffen haben. Alle waren sehr zuvorkommend und aufgeschlossen. Der Sportplatz mit zwei kleinenTribünen auf einer Seite, ohne Dach. Der restliche Tag wurde am Strand verbracht, außerdem beobachtete man die Ankunft von gleich 4 Kreuzfahrtschiffen. Diese spuckten hunderte Touris in die Straßen von Nassau.Am Abend dann wieder hin zum „Roscow A.L. Davies Soccer Field“ und siehe da, 2 Teams die sich warmmachen, drei Unparteiische mit FIFA-Symbol auf den Ärmeln, erstmal runterkommen und durchatmen. Unser Spiel wurde nicht ausgetragen, sondern ein Nachholspiel der ersten Liga. Auch hier der Schiedsrichter sehr hilfsbereit.Das Spiel selbst ganz flott, wobei die Karibikinseln scheinbar generell ein Torwartproblem haben. Die Tribünen füllten sich mit zunehmender Dauer. Dabei fielen vor allem einige weibliche Jugendliche auf, die wohl ihre Mitschüler (College of Bahamas, der Name ist Programm) mit hysterischem Gekreische zum Sieg treiben wollten. Dies nahm zur Freude der restlichen Zuschauer etwas ab, als ein gut gekleideter Herr in Sichtweite zur Gruppe Platz nahm. Wenn da mal nicht der Sport- oder Mathelehrer Lust auf Fußball hatte. :)Außerdem konnte ich heute eine Premiere feiern, hatte ich doch meinen ersten Ballkontakt bei einem Erstligaspiel. :D Lang hat's gedauert!Nach dem Spiel ging's zügig zurück, schließlich hat man am Folgetag zur Abwechslung mal 'nen Flug (nach NY). Die Karibik wird uns aber sicherlich, so Gott will, in der Zukunft ein weiteres mal begrüßen dürfen. Die ganzen CONCACAF-Verbände machen sich ja auch nicht von alleine. ;)Bahamas

SA 24.03.12 16:00 / New England Revolution – Portland Timbers in Foxboro / 1:0 (1:0) / MLS / ca. 13.000 Zuschauer (ca. 50 Gäste)
Donnerstag und Freitag keine Spiele (die knapp 900 Meilen nach Nashville zum U23-Olympiaqualispiel zwischen USA und Kuba ohne Flug kaum realisierbar), also konnte man sich komplett dem Big Apple widmen. Samstag morgen dann an den Flughafen La Guardia gefahren, von wo aus mit dem Mietwagen weiter nach Foxboro gehen sollte. Gebucht hatte man 'nen Kleinwagen für umgerechnet 40 EUR, da selbige aber bei unserer Ankunft alle schon weg waren, gab's nen fetten Dodge zum gleichen Preis. Die Fahrt von 200 Meilen war dann doch etwas ermüdend, bei max. 105 kmh auf der Interstate aber auch keinWunder. Irgendwann kam man dann in Foxboro an, irgendwie komisch, wenn in 'nem 15 000-Einwohner Ort plötzlich ein Stadion steht, das ein Fassungsvermögen von 70 000 hat. Selbiges benannt nach einem Hersteller von Rasierern. Riesiges Teil, auf den Geraden jeweils 3Ränge, komplett ohne Dach. Schon imposant. Voll wird’s hier hier wohl nur, wenn die New England Patriots ihre NFL-Spiele austragen. Vor dem Erstligaspiel fand noch ein Testspiel der Brasilianerinnen gegen die Nationalmannschaft von Kanada statt. Deshalb auch einige in den USA lebende Brasilianer anwesend. Die letzten 30 Minuten des Spiels schauten wir uns an. Anschließend wusste ich wieder, warum ich mich für Frauenfußball überhaupt nicht begeistern kann. Wenn man bedenkt, dass mit Marta eine der wohl weltbesten Spielerinnen auf dem Platz stand und die brasilianische Nationalmannschaft ja grundsätzlich immer ein Titelkandidat bei den großen Turnieren ist war die Qualität des gezeigten schon erschreckend schwach, vor allem das fehlende Tempo im Spiel würde mich als Zuschauer auf Dauer wohl wahnsinnig machen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, gut so!Im Anschluss dann das Spiel zwischen New England Revolution und den Portland Timbers, die sogar einiges an Unterstützung mitgebracht hatten. Durchgehend in Bewegung und auch ab und an mal zu vernehmen, hätte ich nicht mit gerechnet. Auf Heimseite ein Kern von ca. 150 Leuten mit Standartgesängen („We love New England, we do“, etc.), die sich zu Spielbeginn mit einigen kleineren Fahnen sowie bunten Wurfrollen in Szene setzen konnten. Insgesamt 13 000 Zuschauer anwesend, die sich aber im weiten Rund verloren. Eigentlich muss man an dieser Stelle mehr über das „Drumherum“ als über das Geschehen auf dem Rasen berichten. Sämtliche Vorurteile die man hatte wurden bestätigt und zum Teil die schrecklichsten Vorstellungen noch übertroffen. Vor dem Spiel natürlich wie erwartet die Nationalhymne, aber erst, nachdem eine sogenannte Rockband ihren großen Auftritt hatte. Richtig, richtig schlecht. Das Publikum bestand eigentlich ausschließlich aus Familien mit Kindern. Rentner oder Jugendliche suchte man vergebens. Durchgehend (!) liefen nervige Verkäufer durch die Reihen, die unteranderem Popcorn, Zuckerwatte, Pizza oder Bier (zu 11$) an die Leute bringen wollten. Die Rufe der Verkäufer schossen den Vogel ab, ständig hörte man es links und rechts „Pepsi, Pizza, Candy, etc.“ schreien. Dass die anwesenden Zuschauer bereitwillig vom völlig überteuerten Angebot Gebrauch machten muss wohl nicht extra erwähnt werden. Außerdem hatte man irgendwie das Gefühl, dass sich keiner für das Spiel interessierte. Alle waren mit was anderem beschäftigt. Das Spiel auf dem Platz der letzte Hafer, ein typisches 0:0. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Heimelf schon in der 1. Spielminute in Führung gehen konnte. Der Schiedsrichter auch unter aller Kanone.In der Halbzeit spielte dann wieder die Band. Ich vermute mal das der gleiche Auftritt in Deutschland einenPlatzsturm zu Folge gehabt hätte. Grenzte schon an Körperverletzung. Zweite Halbzeit das gleiche wie in der ersten, irgendwann sehnte man nur noch den Schlusspfiff herbei. Der kam dann auch irgendwann und so ging's mit der Gewissheit zurück nach New York, dass dieses Schauspiel am folgenden Tag nicht zu toppen sein wird (auch wenn das Heimteam zur Bullenkette gehört).USA - Teil 1

SO 25.03.12. 14:10 / Rasenballsport New York – Colorado Rapids in Harrison (NJ) / 4:1 (2:0) / MLS / 21.000 Zuschauer (? Gäste)
Mateschitz' Zweigstelle in den USA trägt seine Heimspiele in einer Reisbrett-Arena aus. Besonderheit: Die Spielstätte befindet sich weder in New York City noch im State New York sondern in Harrison in New Jersey. Unter diesem Hintergrund wirken die „My Home is New York“-Plakate im Stadionbereich noch lächerlicher. Zu Spielbeginn die Nationalhymne, dieses mal aber mit etwas mehr Showelementen. So wurde an bestimmten Stellen Feuerwerk auf dem Spielfeld gezündet, was die Zuschauer in Verzückung versetzte. Selbige wie immer hauptsächlich aus Familien bestehend, dieses mal aber zusätzlich noch indische und chinesische Touristen in Real- und Barcatrikots anwesend, vermutlich wegen Thierry Henry, der seine Schuhe für die Bullen schnürt. Selbiger entschied mit seinen 2 Toren auch das Spiel, eines davon aus einer ziemlich aussichtslosen Situation mit einem genialen Schuss. Da fragt man sich schon, warum ein Mann, der immernoch über solche Qualitäten verfügt nicht bei 'nem europäischen Spitzenverein spielt. Vermutlich weil 10 Millionen Jahresgehalt besser sind als 9,5. Am Ende war's mit 4:1 ne klare Angelegenheit. Die Bullenkurve scheint aus 3 größeren Gruppen zu bestehen (Empires Supporters Club, Viking Army und Ultras) wovon letztere ihr eigenes Ding durchzogen. Zu Spielbeginn etwas Rauch und ne Blockfahne bei der Viking Army und zusätzlich einige kleinere Fahnen. Stimmung insgesamt schon ganz in Ordnung, auch mit einigen melodischeren Fangesängen. Ein Gästeblock konnte wir nicht ausfindig machen. Einige Leute mit Schals des Gästeteams waren aber auf jeden Fall anwesend.Nach dem Spiel zurück nach New York, wo wir den Abend (und wenn man so will auch die gesamte Tour) in einem Drehrestaurant im 45. Stock des Marriot Marquis Hotels ausklingen ließen (als Unterkunft war's uns aber dann bei 400$ pro Nacht doch etwas zu teuer ;) ). Am nächsten Morgen ab zum Flughafen, unser Flug wurde wegen des Warnstreiks von Verdi in FFM annulliert. Wurden dann auf ne Maschine, die 3 Stunden später abhob umgebucht. Zusätzlich sponserte die Lufthansa noch ne Taxifahrt vom JFK Airport zum Newark. Die gut 7 Stunden Flug vergingen ziemlich schnell und so war man morgens um 9:00 in Frankfurt. Dort viele Reisende gestrandet, da große Teile der Flüge gestrichen wurden. Gott sei Dank hatten wir vergleichbare Probleme bei unseren Flügen nicht, da kann nen ausgefallener Flug schon ne mittelgroße Katastrophe sein.USA - Teil 2
Sehr viele schöne Eindrücke konnten gesammelt werden, leider wurde die Stimmung durch die zwei FCK-Niederlagen etwas getrübt, aber da muss man wohl durch. Im Nachhinein würde ich wohl alles genauso machen. Fazit: Erholsam war's nicht, aber geil! Danke für die Aufmerksamkeit... :)
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