Brasilien, Argentinien, Uruguay | 12.6.09 - 5.7.09

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Brasilien, Argentinien, Uruguay | 12.6.09 - 5.7.09

Beitragvon groundhopping » 28.01.2010 23:24

Besser spät als nie...All die aktiven Schreiberlinge wissen was das für ne scheis Arbeit ist, so nen Bericht zu schreiben, gerade über 3 Wochen. Wenn ich abends heim komm, hab ich da kein Bock zu und am WE erst recht net. Bin jetzt allerdings krank geschrieben und hab mir nen Ruck gegeben.
Musste jedoch alle Bilder rausnehmen, mein Laptop is zweimal abgekackt. Wer den Bericht gern mit Bildern hätte, schickt mir einfach ne PN mit eurer Emailadresse, dann bekommt ihr den Bericht als PDF.
Jetzt aber genug gelabert, viel Spaß beim Lesen, für Anregungen, Kritik, Lob etc. bin ich wie immer dankbar...


[i][size=200]Südamerika 12.6.09 - 5.7.09[/size][/i]

Vorwort: geplant wurde die Tour eigentlich „relativ“ kurzfristig. Im März fragte mich Felix, was ich denn i.d. Sommerpause machen würde. Tjo, dachte da an ne Baltikum-Tour + Finnland. Als er dann was von 388 € für Hin- und Rückflug nach Sao Paulo erzählte, darunter 3 Stadtderby´s in Rio de Janeiro, Sao Paulo und Campinas, zudem auf jeden Fall Argentinien und nach Möglichkeit noch Uruguay und/oder Paraguay, war die Sache innerhalb von 3-4 Tagen klar.
Erstmal Urlaubsabsprache mim Kollegen, dann den Chef davon überzeugen, dass der Monatsabschluss diesmal ohne mich stattfinden muss. Denn alles andere als 3 Wochen oder mehr lohnen sich meines Erachtens net wirklich. Naja, Urlaubsantrag unterschrieben und nun konnte man den Rest planen, ungefährer Tourablauf etc.
Von zu Hause aus, konnte effektiv nur die erste Woche geplant werden, da frühzeitige Terminierungen in Südamerika erwartungsgemäß eher Mangelware waren. Aber ok, Woche 2&3 werden dann halt vor Ort geplant.
Die 3 Monate bis zum Abflug verstrichen wie im Fluge und dann war es soweit:

Freitag, 12.6.09

Koffer am Vorabend gepackt, und dann morgens um halb 7 auf Arbeit gewesen, jaja, Urlaub ist kostbar, da geht man halt am Tag vom Abflug noch schaffen. Um 1 fiel dann aber der Hammer, alles soweit ok, Schreibtisch leer, Übergabe gemacht.
Um 15:30 holte mich dann mein Dad ab und wie gewohnt erreichte man FFM in knapp einer Stunde. Merci an dieser Stelle!
Felix hatte dann wohl noch Probleme in Sachen Koffer schließen, die ihn einiges an Nerven gekostet haben, so dass wir uns erst gegen 17:30 am Iberia Schalter zum Check In trafen, bei Abflug 19:30 immer noch früh genug, aber bei nem 3 Wochen Trip bin ich lieber was früher da. Zudem sind die Dimensionen des Airports ja nicht ohne, als ich letztes Jahr von FFM nach Athen geflogen bin, durfte ich nach der Sicherheitskontrolle noch locker 20-25 min zu Gate 62 laufen...
Diesmal hatten wir mit Gate 9 mehr Glück, bisl Zeit im Mäcces verlabert und dann konnte auch schon der Vogel nach Madrid bestiegen werden, der mit knapp 25-30 Leuten doch arg schwach besetzt war. 2 Familien und der Rest nur Business Leute, die das Wochenende heim fliegen.
22:00 dann pünktliche Landung in Madrid-Barajas, Gepäck wurde direkt durchgecheckt, so galt es nun noch knapp 2 Std. bis Weiterflug nach Sao Paulo totzuschlagen.
Da man bis zu Gate R18 noch gut 20 min unterwegs war und noch ein relativ günstiges Café gefunden wurde, ging die Zeit echt gut rum. Am Gate dann wieder über die Leute den Kopf geschüttelt, die sich ne Stunde vor Abflug in ner Schlange anstellen, sobald sich auch nur einer bewegt. Und das obwohl man nen festen Sitzplatz hat, Phänomen, echt.

Samstag, 13.6.09

Um 00:30 hob der Iberia-Airbus dann mit 20 minütiger Verspätung ab. Ein Wort noch zu Iberia: Getränke am Flug FFM-Madrid waren nicht frei, am Langstreckenflug zum Glück schon. Der Sitze sahen aus wie ne 70er Jahre Couch und die jüngste Stewardess war ca. 35, zudem Beinfreiheit mau.
Zum Glück nickte ich kurz nach dem Abendessen (Pasta, die nach nix schmeckte) und kurzem Musikcheck (Kanal 7 war top) für gut 7 Std. weg, optimal! Wurde erst über brasilianischen Festland wach und dann gab´s auch schon Frühstück, kurze Zeit später Landung am Guarulhos International Airport. Traumhaft, besser kann man nen 10,5 Stunden Flug nicht rum bekommen.
Vor Ort dauerte das Einreiseprozedere dann locker ne Stunde, lange Schlagen, Einreisekarte abstempeln lassen, genaue Passkontrolle. Zudem alle fein mit Mundschutz wegen der kurz vorher ausgebrochenen Schweinegrippe.
Noch kurz bisl Geld getauscht (1€ = 2,7 RS), natürlich am Flughafen zum mieseren Kurs, aber man muss ja zumindest irgendwie i.d. Stadt kommen.
Kam man dann auch mit nem Airport Bus Service, den wir am Praca de Republica verließen, denn dort i.d. Nähe musste irgendwo unser Hostel sein. Pfadfinder Felix bewies dann hier, was er bei jugendlichen Nachtwanderungen so alles gelernt hatte ;-) und führte uns dann doch recht souverän zum Sao Paulo Hostel (ca. 14€/Nacht im DZ, 12€/Vierer).
Die Gegend ist jetzt nicht gerade einladend, vor allem wenn man an Tag 1 mim Koffer unterwegs ist. Prompt hatte ich auch das erste Straßenkind an der Backe, nach 10x „no Reais“ ließ es mich dann aber in Ruhe.
Verwirrung dann noch kurz vorm Ziel. Wir standen schon i.d. Zielstraße und orientierten uns a.d. Hausnummern. Nur ließ sich unser Hostel net auffinden. Ach ne, standen ja auch quasi mim Rücken davor, ou Mann, echt bisl versteckt (wobei wir im Endeffekt auch nicht den direkten Weg gegangen sind).
Einfachster Weg: von der Metro (Ausgang Rua do Arouche) aus links um die Ecke und direkt die erste wieder links, kommt man in die Avenida V. Carvalho. Diese dann ca. 500 m geradeaus zu nem großen Kreisel. Dort dann rechts halten, vorbei an 3, 4 Bars, nun steht man vorm Hotel San Raphael. Dort über die Straße und man blickt geradeaus auf ein F1 Hostel. 20 m links davon taucht dann das Sao Paulo Hostel auf.
Wir hatten ca. 9:00, Check In jedoch erst ab 14:00 möglich, also Gepäck da lassen und schon mal zu Corinthians (Geschäftsstelle 10 min von Metrostation Carrao) gefahren, um die Kartensituation kommenden Sonntag (21.6.) im Derby gegen FC Sao Paulo zu checken. Doch denkste, weder ein VVK, noch sonst was. Die mussten sogar nachschauen, gegen wen sie denn kommende Woche spielen.
Also zurück Richtung Metro und dort an nem Wochenmarkt mal dick gegessen, Hähnchenspieß 1€, gefüllte Teigtaschen 0,75€ (Pastel – Landesspezialität), frisch gepresste Säfte für Centbeträge, so hab ich mir das vorgestellt.
Im Hostel dann eingecheckt (top Bude, eigenes Bad, sauber, TV, Kühlschrank), kurz durchgeschnauft und per Festpreis dann via Taxi zu...

[size=150][color=red]Sao Paulo FC vs. Santo André Esporte Clube, Serie A, Estádio Cicero Pompeu de Toledo (Morumbi), 8.995 Z. (100), 1:1[/color][/size]

Für 30 RS Eintritt gab´s den Erstligakick des Serienmeisters der letzten Jahre gegen den Aufsteiger aus einem Vorort von Sao Paulo. Gäste kamen auch paar mit, ca. 100, jedoch in keinster Form erwähnenswert. Ebenso die Heimfans um die „Torcida Independente“, hinter dessen riesen Banner sich dann 150 Leute versammeln, die mit Sambatrommeln und Dauerhüpfen versuchten, so etwas wie Stimmung zu erzeugen. Prädikat: ungenügend!
Is auch schwer in diesem ovalen 80.000er Ground, der jedoch durchaus zu gefallen weis (3 Ränge mit einigen Hinguckern, z.B. wellenförmige Tartanbahn in Vereinsfarben und Blumenbeete), aber da hab ich mir doch mehr erwartet, vor allem von der Zuschauerzahl, knapp 9.000, lächerlich.
Naja, konnte man sich also auf Fußball konzentrieren. Dazu braucht es jedoch bekanntlich 2 Teams, als diese dann 10 min vor Anpfiff immer noch nicht am Platz waren, war ich schon etwas irritiert.
Doch dann, 18:23, kamen sie auf´s Feld, zwei drei mal mim Ball getänzelt, Linienrichter kontrolliert mal kurz die Tornetze und zack, Anpfiff.
Sensationell, weis nicht, ob die sich unterirdisch irgendwo warm machen oder einfach mal salopp bischen drauf loskicken. Könnte durchaus sein, denn nach 15 min gab´s die erste Auswechslung, der Typ war stehend k.o., einfach platt, Felix Magath würde seine Freude haben, hehe.
Spielerisch das Ganze sehr ansehnlich, immer schön offensiv, Defensivverhalten jedoch unter aller Sau, Friedhelm Funkel wäre nach 10 min an Herzversagen kläglich verstorben.
Die Gäste gingen dann mit einer geilen Kombination samt Abschluss im Winkel in Führung, diese hielt jedoch nur bis zur 87., wo der Favorit dann doch noch zum Ausgleich kam. Insgesamt ok, wobei ich den Gästen mit ihrem wirklich ansehnlichen Konterspiel den Sieg gegönnt hätte.
Kann auch sein, dass ich innerlich ne kleine Abneigung gegenüber FC Sao Paulo aufbaute, denn wenn ich mir die Zuschauerzahl betrachte, kann ich heut noch mim Kopf schütteln, Preisniveau und Einkommenssituation hin oder her.
Nachtrag: 4 Tage später kamen i.d. Copa Libertadores im Viertelfinale gegen Cruzeiro dann aber 52.000, sieht also eher aus, als besinnt man sich hier auf die Knallerspiele. Gerechterweise schied man hier jedoch nach der 1:2 Hinspielniederlage mit einer 0:2 Niederlage im Rückspiel aus dem Wettbewerb aus. (FC Sao Paulo ist erst durch ein Freilos im Achtelfinale ins Viertelfinale eingezogen, denn Gegner Deportivo Guadalajara wurde wie auch Club San Luis aufgrund der Schweinegrippe in Mexiko einfach mal aus dem Wettbewerb geschmissen).
Taxifahrer Conrado wartete dann zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Treffpunkt (an dieser Stelle: haltet NIEMALS ein Taxi einfach an der Straße an, es gibt in Sao Paulo organisierte Taxifahrerbanden, die einen in die Favelas fahren und man dort bis auf die Unnerbux beraubt wird, kein Reiseführermärchen, ist was dran).
Im Hostel gab´s dann in der Bar im obersten Stock noch zwei (von in den Folgetagen unzähligen) Caipirinha´s (es wird eine Limette in 3 Teile geschnitten, der Saft rausgepresst, 1 Teelöffel Zucker dazu und der Rest puren Cachaca) auf den Länder- und Kontinentalpunkt. Den ersten merkt man direkt, knallt sofort in die Birne und jeder weitere is dann einfach nur bombe.
4, 5 Stück und du bist knüppeldicht, ich vertrag ja echt schon gut was, aber das Zeug haut dich weg. Muss das mal bei uns im Bus als neues Auswärtsgetränk vorschlagen, dann brauchen wir wenigstens nicht mehr mit 8 Mann 23 Flaschen Wodka am Weg nach Rostock und zurück trinken.
Für heute noch eins: Gute Nacht!

Sonntag, 14.6.09

Morgens dann ausgeschlafen und mal Richtung Frühstücksraum gelatscht, und dann die Überraschung; 3 Sorten frisch gepresste Säfte, frische Brötchen, Butter, Marmelade, Wurst, Käse, Kekse, zudem immer noch 2-3 frische Sorten an Obst, echt der Hammer, so lässt´s sich aushalten.
Also erstmal vollgefressen und für heute stand eig. erst mal ein Marktbesuch in Libertade an, quasi das Chinatown von Sao Paulo. Hier soll laut übereinstimmenden Aussagen mehrerer Reiseführer sonntags immer ein großer Markt sein, wo für jeden was dabei ist. Am Weg dort hin erfuhr man jedoch was von einer „Parada del irgendwas“, ne Art Kombination aus Loveparade+CSD. Is ja ma gar net mein Fall, aber als wir dann i.d. Metrostation von Sé mehrere tausend Jugendliche sahen, die allein schon bei Einfahrt des Zuges ne Art multiplen Orgasmus bekamen, wurden wir dann doch neugierig. Also einfach mal der Masse nach und mal schauen wo wir rauskommen.
Wir landeten dann auf einer der größten Straße Sao Paulo´s, auf der dieser Umzug einfach immer die Straße lang ging, alle paar hundert Meter ne Metrostation, ok, damit kann ich leben, wenn´s scheise wird, einfach wieder in die Metro.
Ich nehm´s mal vorweg, war echt ein Erlebnis, diese dröhnenden elektrischen Klänge sind zwar absolut nicht meine Musik, aber hat mich eig. wenig gestört, überall knapp bekleidete junge Damen (ok, bei einigen war nich ganz klar, ob Männlein oder Weiblein), ausgelassene Stimmung, die Zeit verging wie im Flug, krass, wir sind da mal locker 3 Stunden mitgelaufen.
Doch wir hatten ja noch einen Termin bei Palmeiras...

[size=150][color=red]Sociedade Esportiva Palmeiras vs. Cruzeiro Esporte Club, Serie A, Estádio Palestra Italia (Parque Antárctica), 11.214 Z. (400), 3:1[/color][/size]

Eigentlich könnte ich den Text vom Spiel des FC Sao Paulo hier reinkopieren, Stimmung bescheiden, Spiel sehenswert, Ground geil...doch der Reihe nach.
Kartenpreise waren mehr als happig, für die Gerade verlangte man 80-120 RS (also bis zu 45€), da gönnten wir uns dann doch Kurve für 30 RS. Ziemlich außen Platz genommen und dann mal sehen was passiert. Die Hauptgruppe von Palmeiras heißt Mancha Verde, desweiteren gibt es noch die Torcida Uniformizada do Palmeiras (TUP) und Pork´s. Wieder das gleiche Spiel, Banner wie die Großen, doch der Auftritt war mehr als steigerungsfähig.
Dafür konnte wiederum das Stadion begeistern. Die Heimkurve von Palmeiras erstreckt sich oval von der Haupttribüne bis zur Gegengerade, sieht echt geil, locker mehrere tausend Stehplätze.
Gegenüber kein Ausbau, dafür ein Schimmbad und jede Mengen Palmen, dazu ein herrlicher Ausblick über die Skyline von Sao Paulo. Erhöht zwar nicht die Kapazität, aber macht optisch durchaus was her ;-)
Die Haupttribüne is nicht komplett überdacht und sieht sehr in die Jahre gekommen aus, aber bei den ganzen ach so tollen Neubauten hier in Deutschland ist das mal eine willkommene Abwechslung. Die Gegengerade gegenüber ist sehr überschaubar, da die lang oval gezogene Kurve ca. 1/3 der Längsseite abdeckt. Deshalb besteht die eigentliche Gegengerade nur aus einem Sitzplatzbereich, der sich ca. über 40 m erstreckt, also von der Mittellinie aus jeweils 20 m in eine Richtung (ihr wisst schon wie´s gemeint is...).
Am Ende ist dann noch ein Stehplatzbereich, den ein ein grüner Zaun vom Sitzplatzbereich trennt – in Fachkreisen auch Gästeblock genannt.
Sportlich war die Sache von Anfang an klar, Palmeiras dominierte und gewann hoch verdient gegen Cruzeiro, deren Anhänger offensichtlich nicht so begeistert vom Auftritt ihrer Mannschaft waren. Jedenfalls dachten die sich: „Och, wenn wir schon 600 km zum Auswärtsspiel fahren und so ne Scheiße geboten bekommen, nehmen wir halt mal den Gästeblock auseinander!“ Gesagt, getan, die ersten Sitzschalen flogen Richtung Spielfeld, kurz danach gingen die Bullen in den Block. Als dann aber die ersten Schutzschilder der Bullen ebenfalls Richtung Innenraum flogen, war klar, dass da doch ein ordentlich motivierter Mob präsent war.
Nachdem Verstärkung anrückte, wurden dann die Gästefans peu a peu abgeführt. Und da die Bullen dort genau so behindert sind wie hier zu Lande, führte man die Gästefans genau am Heimanhang vorbei Richtung Ausgang. So wurden dann noch einige Nettigkeiten ausgetauscht und die Gästefans bekamen noch einige Liter Speichel ab, da die Tribünen über dem eigentlichen Grund des Stadions liegen. Ähnlich wie in Holland, wo man in den meisten Stadien erst über einen Aufgang/eine Treppe zur Tribüne gelangt. Und unten drunter sind dann die Verkaufsstände, Ausgänge etc.
Genau so auch hier, deshalb hagelte es massig Spucke auf die Gäste aus Belo Horizonte.
Sehr schön, der Länder- und Kontinentalpunkt „Mob Action“ war nun auch eingefahren ;-)

Nach Abpfiff ging es dann mit der Metro zurück zum Hostel, dort wurde das nötigste für eine Woche in nen Rucksack gestopft und das Restgepäck durfte freundlicherweise 1 Woche im Hostel in Sao Paulo bleiben, da es für uns nun Richtung Iguacu-Wasserfälle, Argentinien und Uruguay ging. Sehr feiner Zug, wenn ich den Koffer eine Woche lang über Grenzübergänge, Hostels, Busse, Flugzeuge, Fähren etc. hätte mit mir rumschleppen müssen...ich will´s mir gar net vorstellen.
Naja, „unser“ Taxifahrer vom Vortag wurde dann kontaktiert und wenig später kutschierte uns Conrado dann zum Airport, Airportsleeping war angesagt, da der Flug nach Foz do Iguacu bereits früh morgens ging und sich ne Übernachtung keinesfalls gelohnt hätte.
Im obersten Stock des Airports fand man dann ne ruhige Ecke, zwar kalter Fußboden, doch dafür hatte ich ja ne kleine dünne Decke dabei. Äuglein zu, es sprangen sogar paar Std. Schlaf bei raus...

Montag, 15.6.09

Um 8:20 ging´s dann mit TAM nach Foz do Iguacu, dem Flughafen auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle. Via Bus ging´s dann zum Hostel (El Shaddai, 7€ im Doppelzimmer). Kurz durchgeschnauft und auf zur brasilianischen Seite der Cataratas.Was soll ich groß sagen, einfach unbeschreiblich, du stehst da, gaffst einfach nur und siehst diesem Naturschauspiel zu, dann schaust du das nächste mal auf die Uhr und es is ne Stunde vergangen. Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=GciDxF2Q8eI
Nach insgesamt 3 Std. ging´s dann mim Bus zurück i.d. Stadt, dort dem Lonely Planet Tipp gefolgt und auf zum Fresstempel „Boi em na brasca“. All you can eat für 15 RS (unter 6€). Unser Urteil: nicht empfehlenswert; Fleisch ohne Ende, aber bis zum Anschlag gegart, Beilagen lasch & kalt, keine Saucen, Ketchup etc., wir waren zwar satt aber...naja, war halt nicht das Wahre. Danach im Dauerregen zum Hostel und bei 5°C Raumtemperatur versucht zu pennen.

Dienstag, 16.6.09

Wecker auf 6:30, Sachen bei den Eisestemperaturen im Raum natürlich noch klitschnass, naja, 7:00 Früstück, 8:30 erster Bus Richtung Argentinien bzw. argentinische Seite der Cataratas, Puerto Iguacu. Dort nach Einreise-/Ausreisekram dann angekommen, mussten wir aber noch Geld tauschen. Der einzige Automat in diesem Kaff war natürlich defekt, also in der Bank in der Schlange anstellen. Dort standen auch netterweise nur 70-80 Leute, Chaos pur in der Filiale der arg. Nationalbank, nach 2,5 Stunden hatten wir dann unsere ersehnten Pesos.
Dumm nur, dass es mittlerweile nach 12:00 war und unser Weiterflug nach Buenos Aires um 17h nochwas ging. Bis wir von Puerto Iguacu aus die Wasserfälle erreicht hätten, wären es locker 13:00 gewesen und um 15:00 hätten wir ja spätestens wieder los gemusst um unseren Flug zu bekommen. Und 2 Std. reichen definitiv nicht für die arg. Seite der Wasserfälle, haben ja auf der bras. Seite schon 3 Std. gebraucht. Soviel also zur arg. Seite der Wasserfälle.
Südamerika ist eben nicht Europa, das durften wir nun also zum ersten Mal erfahren. Echt bitter, aber was willste machen wenn der fuck Automat defekt ist...
In der „Stadt“ nochwas umgeschaut und dann irgendwann auf zum Airport. Unser Flug mit Aerolineas Argentinas ging glücklichweise, das is nämlich alles andere als selbstverständlich. Wenn Flüge nämlich nicht ausreichend gebucht sind, streichen die auch gern mal ne Maschine...
Flug chillig, nach Landung am Aeroparque Jorges Newbery ging´s dann mim Stadtbus (immer Kleingeld dabei haben, die wechseln noch net mal nen 2 Peso Schein) zum Busbahnhof am Retiro.
Dort dann nach Ankunft erstmal ein Steak und ne Literbombe Quilmes und um 22:30 mim Nachtbus nach Montevideo.

Mittwoch, 17.6.09

Nachtbus hört sich nach paar Std. im Sitz quälen um Übernachtung zu sparen an. Weit gefehlt. Wir buchten die Variante Cama. In nem Doppeldeckerbus gibt es nur rund 20 Plätze, oben 10, unten 10. Da jeder Sitz, ach Quatsch, sagen wir Sessel, quasi soweit zurückgeklappt werden kann, bis man sich in der Horizontale befindet, gibt es nur 5 Sitze auf jeder Seite. Ich sag euch, ein Genuss. Das es sowas hier zu Lande nicht gibt, unerklärlich, absolute Marktlücke.
Dementsprechend ausgeschlafen kam man um 8:00 in Uruguay´s Hauptstadt an. Via Bus in die Altstadt, dort wurde dann nach ein wenig Sucherei im Hostel eingecheckt. 8,60 € im DZ.
Dusche und ab Richtung Hafen, total dumm verlaufen aber irgendwann den Mercado Puerto gefunden; Ziel: Steak fressen!
Wir bestellten in der englisch sprachigen Karte ein „Rump Steak“ und bekamen nen ROLLBRATEN. Verfickte Scheise, ich will ein richtig geiles Steak in der Größe eines Bügeleisens und bekomm nen Rollbraten. Naja, es war trotzdem eine Geschmackseskalation für den Gaumen. Ne Literbombe Bier dabei und ich war glücklich.
Kurz zurück zum Hostel, nur das nötigste mitgenommen und auf zu:

[color=red][size=150]Club Nacional de Football vs. Sociedade Esportiva Palmeiras, Copa Libertadores, Estádio Centenario, 75.000 Z. (400), 0:0[/size][/color]

Karten hatten wir uns mittags in der Stadt besorgt, 330 uruguayische Pesos (300 + 10% VVK), also umgerechnet 10€. Gut so, die Hütte war nämlich randvoll bis auf den Gästesektor, wo sich ca. 400 Brasilianer einfanden, die besagten 3 Gruppen auch vor Ort.
Zum Intro gab´s dann das bisher geilste was ich meinem Leben jemals in einem Fußballstadion gesehen habe; unzählige Kassenrollen, Blinker, massig Rauch in den Farben rot, blau und weiß (Vereinsfarben von Nacional), locker 500 Bengalos, während des ganzen Spiels war es immer irgendwo am fackeln, einfach nur geil. (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=u2wIWhOv9gc)
Gäste wussten durch grüne Rauchtöpfe, Luftschlangenchoreo & kleinem Heißluftballon mit Vereinsemblem auch zu gefallen, Stadion mit 3x 3 Rängen, auf einer Seite sogar 4. Zudem auf der Haupttribüne Steinsitze, sehr nett anzusehen.
Sportlich wenig Highlights, Nullnummer, reichte Nacional im Endeffekt zum Weiterkommen, stehen damit im Halbfinale, Gegner sollte am nächsten Tag ermittelt werden...
Am Rückweg dann noch paar Souvenir´s in Form von Trikot (Felix) und Fahne (ich) mitgenommen, am Weg zum Hostel vom Restgeld noch nen Pancho (Hot Dog) eingeworfen & dann ziemlich schnell gepennt, am nächsten Morgen war wieder ne unchristliche Aufstehzeit angesagt.

Donnerstag, 18.6.09

Um 6:00 klingelte nämlich der Wecker, da wir um 6:45 am Check In zur Fähre zurück nach B.A. sein mussten. Abfahrt 7:45, Fahrtzeit 3 Stunden, komplett verschlafen.
Ca. 11h am Fährterminal angekommen, dort der Taximafia entgangen und wieder mim Stadtbus (jede Fahrt kostet 1,20 arg. Pesos = ca. 20 Cent) zum Retiro. Da es dort bzgl. Gepäckabgabe/Schließfächern schlecht aussah, wieder für´s gleiche Geld zum Aeroparque. Dort auch keine Schließfächer, aber uns schickte ein Security Typ dann zur Zollstation, dort Gepäckabgabe möglich, 6 Pesos per Bag.
Mit Bus dann zurück zum Retiro, von dort dann wieder mim Bus nach La Plata (8,50 Pesos). Es wäre auch noch günstiger gegangen, von Constitucion aus fahren auch Vorortzüge nach La Plata, aber da unten kostet eh alles fast nix, von daher egal...
Nach 1 Std. Fahrtzeit 3,5 Std. vor Kick Off in La Plata angekommen, Bus ließ uns an Straße 32, Ecke 12 raus, (Hauptstraßen sind nach Nummern benannt), Stadion befindet sich 32/25, also immer gerade aus.
Problemlos gefunden, Tix für 60 Pesos Haupttribüne besorgt und die restliche Zeit auf und abgelaufen, mal die Fanartikelstände begutachtet und ne Chorizo (Wurst) eingeworfen, Prädikat gut. Um 19:30 war dann Anpfiff zu:

[color=red][size=150]Club Estudiantes de La Plata vs. Defensor Sporting Club, Copa Libertadores, Estádio Ciudad de La Plata, 40.000 Z. (150), 0:0[/size][/color]

Stadion ziemlicher Neubau nach europäischem Vorbild, hat mir aber trotzdem gefallen, Kapazität 45.000, bis auf 150 Gäste (völlig enttäuschend) auch gerammelt voll.
Kurz vorm Intro bahnten sich dann die Barras von Estudiantes Ihren Weg in der Mitte der Kurve und boxten alles weg, was sich denen in den Weg stellte. Auch dieses simple Spannen von Bändern macht meines Erachtens unglaublich was her. Ein ganz einfaches Mittel eine Kurve dauerhaft in Farben erstrahlen zu lassen...
Zum Intro gab´s dann ne gute Ladung an weißem und rotem Rauch, zudem sehr viel Blinker, jedoch alles nicht in den Mengen vom Vortag (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=j6eevEPtVtc)
Hätten wir den Kick in Montevideo nicht gesehen, wären wir wahrscheinlich zufrieden gewesen, aber so hat man natürlich Vergleichsmöglichkeiten.
Stimmung über 90 min passabel, hätte mir für ARG aber deutlich mehr erhofft, das bestätigten auch die Kollegen Loskinho und acel, mit denen ich mich nach Abpfiff verabredet hatte. Die hatten noch 2x DO im Gepäck. Wollten dann zusammen zum Bahnhof Tolesa, es fand sich aber partout nur 1 Taxi, dessen Fahrer sich auch konsequent weigerte uns zu sechst mitzunehmen. Naja, FFM blieb dann zusammen und wir ließen den anderen 4 das Taxi. Felix et moi gingen dann zurück zur Bushalte, ergatterten Busfahrkarten über Umwege in nem Kiosk für 6,50 Pesos (warum der Hinweg 2 Pesos teuer war wie der Rückweg, is mir schleierhaft aber auch scheis egal, da es um 40 Cent geht).
Kurz nach Mitternacht waren wir dann wieder in B.A., Bus hielt jedoch nicht am Retiro sondern irgendwo ganz anders. Sind dann nach kurzer Orientierung zum Retiro gelaufen, es fuhren jedoch keine Busse mehr zum Aeroparque, also gönnten wir uns ein Taxi (auch das spottbillig, man muss dem Mokel halt nur klar machen, das er gefälligst Taxameter anmachen soll).
Am Flughafen dann Gepäck geholt, Zollbeamter verlangte aber plötzlich 12 Pesos pro Gepäckstück. Hier ging es zwar wiederum nur um 1,20 €, auf der anderen Seite aber auch um´s Prinzip bzw. um´s bescheisen.
Da wir eh Zeiten hatten, beschlossen wir die Sache also auszudisktieren. Nach 15 min Diskussion kostete jedes Gepäckstück nämlich doch nur 6 Pesos! Bescheis jemand anderen du drecks Zöllner!
Felix fand paar Std. Schlaf, das sollte mir jedoch nicht gelingen, Airportsleeping Note 5-.
Ich hab dann die Nacht durchgelesen („Feuchtgebiete“, hehe) und mir die Zeit mittels MP3 mit Grönemeyer, KC und den Onkelz vertrieben, gute Kombi, wa ;-)

Freitag, 19.6.09

Der Tag wurde zur Rückreise nach Sao Paulo genutzt, da heute und morgen noch 2 weitere Kollegen aus FFM in Sao Paulo ankommen sollten...
Ich fass mich kurz: Flug B.A. - Montevideo (35min mit Pluna), dort im Duty Free ne Stange Kippen und 1l Bacardi für insgesamt 18€ gekauft, dann Weiterflug Montevideo – Sao Paulo, via Bus dank Berufsverkehr 1,5 Std. zum Praca de Republica, am Weg zum Hostel Mankel getroffen, eingecheckt, gelabert und gesoffen.

Samstag, 20.6.09

9:15 stieß mit Michelangelo der letzte Daheimgebliebene auch noch zu uns und die Reisegruppe FFM war komplett. Nach nem wieder mal geilen Frühstück und dem üblichen fertig machen am Morgen ging´s dann mit der Metro zum Busterminal Tiete, von dort aus für 19,65 RS nach Campinas zum Stadtderby. Vom Busbahnhof dann mit Taxi (13 RS) zum Ground, was soll ich groß suchen, wenn man sich ein Taxi zu viert teilen kann...

[color=red][size=150]Associação Atlética Ponte Preta vs. Guarani FC, Seria B , Estádio Moisés Lucarelli (Majestoso), 19.000 Z., 0:1[/size][/color]

Vor Ort dann erstmal kurzer Schock, kein freier Kartenverkauf, man brauchte so ne Art bescheuerte Klubkarte wie in Holland.
Felix babbelte dann direkt mal den ersten Typ an der halbwegs wichtig aussah, und...Volltreffer. Wir konnten ihm relativ schnelle unsere Lage klar machen. Er fand´s auch richtig geil, dass wir aus Deutschland zu nem brasilianischen Zweitligakick kommen. Tja, kannste mal sehen Kollesch. Jedenfalls holte er dann nach und nach Ausweise von Offiziellen, die uns den Weg durch die Drehkreuze verschafften. Waren mitten auf der Haupttribüne mit bestem Blick auf beide Kurven und der nette Herr wollte von keinem von uns auch nur ansatzweise Geld haben. 1000x danke!
Das Stadtderby wurde dann auch ein richtiger Kracher, Choreo´s, Blinker und Rauch auf beiden Seiten, durchgängiger Gesang, Heimfans versuchten an Gästeblock ranzukommen und trieben Bullen immer weiter zurück.
In der Halbzeit dann 15 min lang Schlägerei im Gästeblock zwischen den Gästefans und den Bullen, könnte man hier auch mal einführen, quasi als Halbzeitspiel.
Sportlich bekam man net all zu viel mit, der Blick auf die Kurven war interessanter.
Die Gäste gewannen durch einen frühen Treffer mit 0:1. Stadion auch sehr fein (siehe europlan Bilder von Felix), ein durchgängiger Rang mit überdachter Haupttribüne. War auch ziemlich voll bis auf eine Pufferzone zwischen Heim- und Gästeblock.
Nach Abpfiff suchten wir dann das nächste Hotel auf um uns ein Taxi rufen zu lassen, wie bereits erwähnt, keine Taxen auf der Straße anhalten.
Der Taximokel kam dann auch nach ner Zeit, die Rückbank war zwar voller Kuchen und Törtchen, aber die waren ja bei uns sicher aufgehoben. Der Typ brachte mich dann ab und an mal zum Luft anhalten, wie sowas nen Führerschein bekommt, boar, viel zu krass.
Er schaut z.B. ner Fahrradfahrerin sekundenlang auf den Arsch und als er dann wieder auf die Straße blickt, kracht er fast ins Heck des vor uns fahrenden Autos, er reißt Lenkrad rum und haut die Karre fast in die Leitplanke, nur so Aktionen...
Da ich den Bericht hier aber schreibe, habe ich überlebt ;-)
Am Busbahnhof angekommen (18:30) bekamen wir dann gerade noch so den letzten Bus um 18:40 zurück nach Sao Paulo. Glück gehabt, aber 18:40 letzter Bus in so ne Metropole is auch arm...
Wieder am Tiete angekommen mit Metro zurück zum Praca de Republica und in der Hostelbar dann mit Caipirinha auf Michel´s LP angestoßen. Anschließend noch gebabbelt und ordentlicher Suff am Zimmer.

Sonntag, 21.6.09

Frühstück, fertig machen und auf zu Sao Paulo´s Chinatown-Viertel Liberdade. Dort soll laut Lonely Planet sonntags ein recht ansprechender Markt sein. Naja, umgehauen hat mich das gesehene jetzt nicht, aber ein nettes Souvenir konnte erstanden werden und rund um die ganzen Fress-und Saftbüdchen hatte man guten Ausblick über ganz Sao Paulo.
Bei Ankunft an der Metrostation Praca de Republica war dort auch noch ein Markt aufgebaut, ganz nette Kleinkunst und Kleidungsstände. Das sind die kleinen Perlen, die den Moloch Sao Paulo dann doch nicht so hässlich erscheinen lassen.
Im Hostel dann die erstandenen Waren abgeliefert und auf ging´s zum erhofften Highlight; Stadtderby in Sao Paulo:

[color=red][size=150]Sport Club Corinthians Paulista vs. Sao Paulo FC, Seria A , Estádio Municipal Paulo Machado de Carvalho (Pacaembú), 24.000 Z. (300), 3:1[/size][/color]

Metro bis Clinicas (Umstieg in Sé und Paraiso), dann gerade aus der Metrostation raus, 1. links und man läuft quasi direkt auf´s Stadion zu.
Dort dann selbes Szenario wie gestern, wieder kein freier Verkauf, Schwarzmarkt zwar reichlich vorhanden, doch ich hatte keine Lust den Lungernden dort die Kohle direkt abzudrücken...
Mankel kam direkt rein, wir hatten weniger Glück. Also erstmal gleiche Taktik wie gestern, vor´m VIP Eingang laberte ich dann mal jemanden an, von wegen angeschrieben, keine Antwort, extra aus Deutschland bla bla...
Mit meiner Email blieb die gute Dame dann paar min lang weg mit dem Ergebnis dass die wieder kam und sagte, ein Spieler würde auf der anderen Seite des Stadions mit 3 Karten auf uns warten.
Der Spieler tauchte zwar net auf, aber über x Umwege hatten wir irgendwann tatsächlich 3 Karten in der Hand, das Ganze wieder für lau, fragt mich net wie, ich kann´s bis heute net wiedergeben, totales Kuddelmuddel, aber egal hauptsache drin.
Noch ne schnelle SMS an Mankel: „Sind drin, frag nicht wie“ und es konnte losgehen. Ausverkauft war die Hütte jedoch nicht, gut gefüllt, aber doch einige freie Plätze.
Support von Heimseite geschlossen, paar Blockfahnen und 3 Überziehfahnen, aber reist halt net vom Hocker, Gästeanhang so gut wie gar nicht vorhanden, lächerlich.
Während des Spiels verbrachte ich die meiste Zeit damit einen Mann zu beobachten: Ronaldo, „El Fenomeno“ in Person. Ich erinnerte mich an das Spiel ManU vs. Real vor ein paar Jahren in der CL (2:3), als er im Old Trafford alle 3 Buden für Real machte und bei seiner Auswechslung vom kompletten Stadion mit Standing Ovations gefeierte wurde.
Und heute? Der Typ wiegt geschätzte 110-120 kg, hat ne astreine Bierbauchkugel unter´m Trikot und benötigt nach nem Sprint ein Sauerstoffzelt.
Die Antrittsschnelligkeit is noch da und das ein oder andere Tempodribbling geht auch noch, aber danach steht der echt minutenlang regungslos auf einem Fleck. Der Gegner zieht sein Aufbauspiel auf, ein Gegenspieler steht mit Ball nen Meter von ihm entfernt und er schaut sich das Ganze ohne einzugreifen an. Wahnsinn.
Der Aufsteiger bezwang den Meister verdient 3:1 und die Stimmung im weiten Rund war dann letztlich doch ganz passabel, alle 3 Tore von Corinthians sehr geil herausgespielt, war wirklich schön anzuschauen.
Nach Abpfiff dann wieder mit Metro zum Hostel, wo man nach nem Abendessen in nem Straßenrestaurant gegen 22:30 ankam. Den letzten Abend von Mankel mit Brahmas (Bier) und einigen Caipis begossen & verlabert.

Montag, 22.6.09

Motto: Frühstück, duschen, kacken, und danach die Koffer packen.
Nachdem noch in nem Internetcafé die letzte Woche geplant wurde (Di Ipatinga, Mi Copa Halbfinale in Belo Horizonte, dann ab nach Rio), ging´s mit alle Mann zum Flughafen: Fahrer natürlich Conrado,, man kennt sich mittelweile ;-)
Für Mankel ging´s nach 18 Tagen wieder zurück in die Heimat, wir hatten noch bisl was vor uns und flogen nachmittags nach Belo Horizonte.
Dort angekommen, mit Bus in die City und mit Taxi zum vorher gebuchten Hostel, Grundnahrung im Supermarkt gekauft und dann pennen, kurzer aber anstrengender Tag.

Dienstag, 23.6.09

Frühstück mehr als schlecht als recht, aber Hauptsache was im Magen. 10:30 dann Stadtbus zum Rodoviaria (Busbahnhof) und um 12:00 ging´s für 44,35 RS Richtung Norden nach Ipatinga (stellt euch mal Beavis vor, wenn er diesen Namen sagt, hehe).
Dort nach mehr als 4 Std. Fahrt, (in der man noch eine in Deutschland lebende Familie, die auf Heimaturlaub war, kennen lernte)Ankunft 16:15. Nach kurzer Orientierung dann 30 minütiger Fußmarsch zum Ground, wo man vom leeren Stadion schon mal paar Bilder machen konnte. Hammerteil, ganz außergewöhnlich, richtig gutes Ding, noch nie gesehen sowas.
Bis Anpfiff waren jedoch noch 3 ½ Std. rumzubekommen, die dann an nem nahegelegenen See abgeasselt wurden. Vor Anpfiff noch 2 Fleischspieße eingeworfen und um 21:00 konnte es endlich losgehen...

[color=red][size=150]Ipatinga FC vs. Fortaleza Esporte Clube, Seria B , Estádio Epaminondas Mendes Brito (Ipatingão), 900 Z. (5), 0:1[/size][/color]

Am Eingang wurde dann wieder unser Ticket einfach weggeworfen, das gibt’s doch nicht, in Sao Paulo bekommt man nur nen Schnipsel und hier wird die Karte einfach weggeworfen. Uns wurde aber zugesagt, die nach Abpfiff wieder zu bekommen. Es war zwar niemand mehr da, aber der Mülleimer, in den die Karten geworfen wurden, war noch da. Ging halt wieder um´s Prinzip bzw. die Sinnlosigkeit des Wegwerfens...Spiel scheise und „Stimmung“ nur noch nervig, fuck Sambatrommeln und 10 Hanseln hinter nem 30m Banner, ich hab genug davon.
Wiegesagt, einzig dieser stumpfe Klotz von Stadion konnte ein wenig entschädigen. Aber immerhin 5 Gäste aus dem hohen Norden diesen gigantisch großen Landes, denk mal die sind mit der Mannschaft geflogen, kann mir nicht vorstellen, dass die individuell angereist sind.
Nach Abpfiff dann für 10 RS mim Taxi zum Busterminal und um Mitternacht für 43,35 RS zurück nach Sao Paulo.
Man muss halt auch mal zugeben, wenn ein Tag net so dolle bzw. scheise war, und dieser war scheise.

Mittwoch, 24.6.09

4:00 wieder Ankunft in Belo Horizonte, dann noch bis 6:30 im Busterminal rumgegammelt (es empfiehlt sich unter keinen Umständen nachts draußen am Busbahnhof rumzugammeln, teilweise übles Pack unterwegs) und mit Sonnenaufgang dann mit Stadtbus zurück zum Hostel, kurz nach 7 konnten wir dann schon auf´s Zimmer und pennten erstmal ne ordentliche Runde, optimal.
Um 12 dann mal in die City geschlendert, dort wurde uns der Cruzeiro-Shop empfohlen zwecks Tickets für abendliche Halbfinale der Copa Libertadores. Klappte auch super, für geniale 15 RS gabs die begehrten Tix.
Am Rückweg im Supermarkt noch gut eingekauft und ordentlich gegessen & getrunken. Im TV lief dann noch ESP vs. USA (0:2) im Sinnloswettbewerb Confed Cup. Aber immerhin 2 Std. rum, da Anpfiff wieder erst 21:00 und Sightseeing Belo Horizonte erst für Donnerstag geplant.
Ca. 19:00 dann auf Richtung Ground mittels Stadtbus, mal locker 1 ½ unterwegs gewesen und dann auch direkt rein.

[color=red][size=150]Cruzeiro Esporte Clube vs. Grêmio Foot-Ball Porto-Alegrense, Copa Libertadores, Estádio Governador Magalhães Pinto (Mineirão, 51.296 Z. (1.500), 3:1[/size][/color]

Zum Preis von 15 RS landeten wir erwartungsgemäß i.d. Kurve, aber alles easy. Nur auffällig, dass ALLE in Gruppenklamotten der Hauptgruppe Mafia Azul rumlaufen, wirklich alles, Jogginghosen, Cappies, Shirts, Zipper mit Gruppenname und Logo, in der Form noch nie gesehen, aber macht was her, wenn mehrere tausend rumlaufen wie in der New Yorker Bronx.
Offiziell knapp über 50.000 Z. in der Riesenschlüssel (Kapazität 87.796).
Denke mal es sind weniger Zuschauer zugelassen, denn bis auf eine Pufferzone zum Gästeblock war die Hütte brechend voll.
Stimmung und drum herum einfach nur geil. So scheise Ligafußball in BRA auch ist, Copa geht immer, erst recht dieses Halbfinale. Riesenchoreo über die ganze Hintertortribüne und geiles Feuerwerk, über die kompletten 90 min ein riesen Lärm i.d. Hütte, so muss das sein (siehe http://www.youtube.com/watch?v=qZkZL6HrywU).
Sportlich hätte Gremio anfangs 0:2 führen MÜSSEN, unglaublich wie man die Riesendinger vergeben kann, erinnerte mich an Du Ri Cha zu Frankfurter Zeiten. Und wie es nun mal so ist, führte Cruzeiro plötzlich 1:0 und legte unmittelbar nach der Halbzeitpause zum 2:0 nach. Mitte 2. HZ dann das 3:0, Gremio kam nur noch zum 3:1 durch nen sehr sehenswerten Freistoß.
Abpfiff raus und die Straße Richtung Centro gelaufen, 1 ½ auf Bus gewartet, waren kurz davor Taxi zu holen, da tauchte Linie 2004 doch noch auf. Fahrer wollte von mir auch kein Geld haben ;-)

Donnerstag, 25.6.09

Nach 8 ½ Std. Schlaf klingelte um 10:00 der Wecker, Dusche, Frühstück und 11:30 dann auf Richtung Centro zwecks Sightseeing Belo Horizonte.
Am Rodoviaria ausgestiegen hieß es erstmal Geld abheben, Kreditkarte klappte aber plötzlich net obwohl noch ausreichend Limit. Dann schon mal Tickets für den Nachtbus nach Rio de Janeiro gesichert (62,50 RS) und versucht mit Kreditkarte zu bezahlen, ging wieder net. Ich ahne Böses...
Also in der Wechselstube die letzten Oironen getauscht und den Bus erstmal bar bezahlt.
Über die Sehenswürdigkeiten Praca de Sete, Mercado Central (Flasche Cachaca für 3,90 RS, hehe), Parque Nacional und Praca Liberdade zum Cruzeiro Shop, doch Felix bekam sein Schnapsglas nicht, oooohhhh ;-)
Vom Shop über den Supermarkt des Vertrauens wieder zum Hostel, dort gegessen, Internet gecheckt und mit BRA vs. RSA wieder Confed Cup geschaut. Leider fiel i.d. 87. min doch noch das 1:0 für BRA und wir sahen keine erhoffte Verlängerung zwecks Zeitvertreib.
Beim umschalten erfuhr man dann vom Tod von Michael Jackson und auf jedem Sender nur noch das Thema. Ok, verständlich, hat dann aber irgendwann doch genervt und da es schon stockeduster war, ging´s um 23:00 sicherheitshalber mim kompletten Gepäck zum Rodoviaria via Taxi.
Der Taxifahrer toppte den in Campinas jedoch um Längen, denn der Typ war kranatenvoll. Der war zu besoffen um auszusteigen und unser Gepäck einzuladen, er hat nur mittels Knopf den Kofferraum geöffnet und wir haben den Kram selber eingeladen. Sehr geil auch die Fahrt, aber mein Respekt wie man mit dem Promillewert so Auto fahren kann.
Bei Ankunft am Rodoviaria das gleiche Spiel, er drückt wieder nur den Knopf und wir dann Gepäck selbst rausgezerrt. Das Trinkgeld von 0,00 RS hat er sich redlich verdient.

Freitag, 26.6.09

00:30 Nachtbus nach Rio de Janeiro. Variante Cama war leider nicht im Angebot, deshalb 50er Bus voller stinkender Superassis, wirklich nur Gesocks im Bus, wir die einzigen mit weißer Hautfarbe. Nix gegen dunkelhäutige, aber wirklich nur Vollassis an Bord. Ein Gestank sag ich euch, am Fenster lief die Brühe runter...
Dementsprechend Schlaf = 0 und 7:00 völlig fertig in RdJ angekommen, Taximafia von 40 RS auf 30 RS runtergehandelt, 7:50 Ankunft am Hostel, konnten zum Glück schon rein, Check In aber erst ab 9, also ne Stunde Fanzine lesen.
Zimmer ok, 13€ im Vierer, nix besonderes, reicht zum pennen, super Lage.
Erste Tagesaufgabe: Derby-Karten für Flu vs. Fla im Maracana besorgen. Eines der bekanntesten Stadien weltweit verfügt über eine eigene Metrostation, mit Ausblick auf ein krasses Favela, doch dazu später mehr.
Kartenbeschaffung klappte 1a, Derbyticket für 30 RS war safe. Dann zurück zum Hostel und da war er nun, der berühmte Strand: CopACABana. Da es saukalt und schon dämmrig wurde auch nur einmal hoch und runtergelaufen und danach zum Hostel vorglühen.
Um 20:30 trafen wir uns dann am Hostel der 4 Kollegen, die wir schon bei Estudiantes getroffen haben. 2x DO, 1x AC, 1x DD, betrachtet man die Vereinsfarben kann mir keiner erzählen, dass deren Treffen Zufall war ;-)
Die hatten übrigens das absolute Glückslos bzgl. Hostel (Mellow Yellow) gezogen, am Zimmer nur Verwirrte, die umherirren, rumheulen, am Boden schlafen weil se ihr Bett net finden, ihr Geld offen liegen lassen, nur so Storys.
Im obersten Stock dann ne geile Bar mit richtig geilen Tussis, Junge Junge, jeder wollte die eine Schwedin bumsen, und ihre Freundinnen waren auch net zu verachten.
Haben dann da kräftig einen getankt und sind später mit einem vom Hostel organisierten Shuttle Bus zur Partymeile Rios, wo freitags richtig was los sein soll.
Felix verabschiedete sich relativ früh mit ner Tussi in nen Club (ich nehm´s vorweg, nen Stich hat er auch net gelandet), wir anderen 5 schauten überall mal vorbei, Wahnsinn was da los war.
Richtig gut einen getrunken und ne Menge Spaß gehabt. Ich bin dann noch mit zu deren Hostel, wo erstmal der Gemeinschaftskühlschrank begutachtet wurde; die anderen Gäste hatten aber nix gutes für uns eingekauft. Also nochmal raus und vor einem China-Laden saßen noch Leute.
Da fragt der Klever die ob er mal probieren könnte. Wurde angenehm bejaht. Er probiert, empfindet Geschmack als gut, nimmt die komplette Fressplatte, sagt „Thank you“ und geht weg. Wir alle am schaufeln, riesen Aktion, kann ich mich heut noch drüber kaputtlachen.
Morgens wachte ich dann auf einmal auch in deren Hostel auf, man oh man brummte mir der Schädel.

Samstag, 27.6.09

Mal aus´m Fenster geblickt: aha, Copacabana. Also einfach am Strand lang gelaufen und so relativ easy in 25-30 min zum eigenen Hostel gekommen. Unterwegs noch völlig angetrunken in nen Haufen Scheise gelatscht und zack, direkt war einer da, der mir die Schuhe putzen wollte. Kann mir keiner erzählen, dass dat keine Taktik war. Die Scheise hab ich dann aber mit Tempos selber weggemacht, den Gefallen wollte ich dem Hinack net tun.
Michel und Felix schauten was verwirrt, als ich da um 10:00 mit braunen Schuhen und Restalkohol im Hostel reinschneite. Dann erstmal bisl gepennt und um 13:00 klingelte mein Handywecker; DFB-Pokal-Auslosung. Dortmund darf nach Weiden, Aachen nach Torgelow, Karlsruhe zu TeBe und wir ziehen wieder dieses Dreckslos. Ich kann´s net mehr sehen...wieder OF!
Mittags dann wieder mit allen Mann getroffen und zu siebt ging´s zu:

[color=red][size=150]Botafogo de Futbol e Regatas vs. Goiâs Esporte Clube, Seria A, Estádio Olimpico João Havelange (Estádio Engenhão), 6.000 Z. (20) 1:4[/size][/color]

Idealerweise fährt man mit der Metro bis Sao Cristovao, von dort noch 6 Stationen mim Zug, welcher unmittelbar vorm Ground hält. Jedoch sollte man die 6 Stationen in die richtige Richtung fahren, sonst passiert euch folgendes: als uns auffiel, dass wir i.d. Falsche Richtung fuhren (warum 7 Leute net merken, dass man falsch fährt is ne andere berechtigte Frage), natürlich am nächsten Bahnhof raus und ab in die Gegenrichtung.
Und da war es nun, das was jeder vermeiden wollte: der Bahnhof an dem wir ausstiegen war sowas von mitten in den Favelas, man man man. Um uns rum nur Blechbauten und Lehmhütten, zudem überall kleine Ghettokids. Und da stehst da zu siebt, natürlich als einzige mit hellem Hauttyp und weist genau: DU GEHÖRST HIER NICHT HIN!
Also jeder am Bhf verteilt und einfach nur auf den Boden geschaut und die Fresse gehalten. Der nächste Zug kam dann erst nach 35 Minuten, ihr glaubt gar nicht wie lange so eine Zeitspanne sein kann. Ging aber alles gut, es hätte nur ein Ghettokid pfeifen müssen und ruck zuck hätten uns da 30 Asseln von oben bis unten ausgenommen. Da nützt es dir auch nen Scheisdreck, ob du dein Geld am Körper verteilt hast, denn da ziehen die dich komplett aus. Das is so nem 10 jährigen Favela-Kid nämlich scheisegal, in welcher Lage du bist, der hat nämlich mit 8 seinen ersten Mord begangen und für die geht’s um nackte Überleben.
Naja, wie gesagt, Glück gehabt. Und das alles durch eigene Dummheit, ansonsten nämlich alles ganz chillig. Wenn man paar Grundregeln beachtet (kein Schmuck, kein Gepäck, möglichst gammlig rumlaufen, im Bus kein Portemonnaie rausholen sondern Kleingeld parat haben etc.), passiert einem i.d. Regel auch nix. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt auch 4 Wochen net rasiert und sah aus wie´n Vollassi, aber egal, da unten juckt dat keinen.
Back to topic: 5 Minuten vor Anpfiff am Ground, Tickets für faire 20 RS und rein. Stadion brauch ich net viel zu erzählen: typisches Olympiastadion ohne jeglichen Charme, ähnelt ein bisschen dem Estadio do Dragao vom FC Porto.
Im weiten Rund auch nur wenige tausend Leute, Stimmung Heim beschissen, aus Goias kamen auch nur 20 Leute, also was willste da erwarten, Ligafussball in BRA halt, zu 95% für´n Arsch. Es wurde nur laut bei Hassgesängen gegen die eigene Mannschaft (Botafogo steckt dick im Abstiegskampf), ab der 70. min wurden sogar alle Banner abgehangen und es war totale Stille im Puff. Wie würde Kevin sagen: „Das is bitter!“
Abends dann alle Mann dem Lonely Planet-All you can eat-Tipp gefolgt, absolut geil!!!
Für 22,50 RS gab´s alles was da Herz begehrt, Unmengen von Fleisch, Lasagne, verschiedene Fischgerichte, Salate, Scampi, echt alles. Originalton Kevin, der nach dem letzten Bissen das Besteck auf den Teller fallen lässt: „völlige Eskalation“ :-)

Sonntag, 28.6.09

Erst um 11:00 wach geworden, aus´m Fenster geblickt, ha Sonne, Badeshort, Schlappen, Handtuch und ab zur Copacabana. 3 Std. wie ein Kleinkind da rum getobt, direkt am Strand Wellen über 2m, ein enormer Druck, die hauen dich echt weg und du kannst nix machen, man kommt teilweise gar net mehr aufrecht zum stehen, dauert ne Weile bis man sich an die Wucht des Wassers gewöhnte.
Am Hostel dann duschen (alles voller Sand), Supermarkt & 15:30 1. HZ vom Confed Cup Finale BRA vs. USA (0:2, BRA aber noch gewonnen der Vollständigkeit halber) geschaut.
Dann mit Metro zum Maracana, in Metro schon nix los, vor Ort ebenfalls ruhig. Keine Fantrennung, keine Aggressionen, verdammte Scheise, was soll das denn? Mal ne Runde ums Stadion gelatscht, am Gästeblock 6 Bullen die gerade Mittag essen, oh Man, ich ahne Schlimmes...

[size=150][color=red]Fluminense Football Clube vs. Clube de Regatas do Flamengo, Seria A, Estádio Jornalista Mário Filho (Maracanã), 35.000 Z. (20.000), 0:0[/color][/size]

Im Stadion dann bei Fla die Kurve proppevoll, 2 Choreos, 2 Bengalen und viele Schwenker. Bei Flu Kurve fast leer, keine Banner, nur ein rot grüner Rauchtopf. Die müssen gestreikt haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
Die paar Leute die bei Flu im Block standen doch recht laut, von Fla fast nix zu hören, nur optisch präsent. Spiel flüssig, 2. HZ Fla deutlich überlegen, hätten gewinnen MÜSSEN (u.a. in der 91. min aus 1m vorbei geschossen). Kultig auch, dass bei Fla der Torwart die Freistöße in aussichtsreicher Position schießt, zu jeder Spielzeit.
Allgemein DAS Derby aber enttäuschend, klar besser als normaler Ligafussball in BRA, aber wirklich nix besonderes, da schau ich mir unter normalen Verhältnissen 10x lieber ASSE-Lyon, PSG-OM, Dinamo-Hajduk oder das Wiener Derby an, (um nur mal ein paar europäische Kracher zu nennen), bevor ich mir nochmal ein Ligaspiel in BRA gebe.
Zurück zum Hostel, Essenssuche jedoch erfolglos, da Supermarkt zu und anderer Supermarkt total überteuert, Pizza an der Ecke etc. fast nicht bezahlbar, BRA is alles andere als billig, Preisniveau in etwa wie hier zu Lande.
Also mit leerem Magen zu Bett, während Felix & Michel bei Subway nochmal Stop machten, dafür hatten se aber auch am nächsten Tag ordentlichen Dünnschiss, hehe.

Montag, 29.6.09

Heute fußballfreier Tag, daher Sightseeing Rio de Janeiro! Los ging´s mim Stadtbus Richtung Cosme Velho zwecks Besuch der Jesusstatue auf dem Cocovardo. Ich bin zwar aus der Kirche ausgetreten und halte von Religion gar nichts, aber wenn man schon mal da ist, warum nicht...wobei das auch Leute anders sehen, gell Kevin? („Die Statue steht auch ohne mich!“) :-)
Die Zahnradbahn hinauf zum Corcovado kostet 36 RS, für Eintritt werden nochmals 13 RS verlangt. Uns bot ein Taxifahrer jedoch an, uns für insgesamt 40 RS hochzufahren, zudem noch mit Stop auf halber Höhe mit Blick auf das Favela, in dem das Michael Jackson Video „They don´t care about us“ gedreht wurde.
Konnten den Taxifahrer dann noch auf 36 RS all together runterhandeln, und los ging´s...Der kleine Mann mit Schnurrbart fuhr uns dann zu ner Art Aussichtsplatform; links sieht man den Zuckerhut, Segelhafen, diverse Favelas und hat einen einzigartigen Blick über ganz RdJ bis hin zu Copacabana und Ipanema. Schaut man nach rechts sieht man die Ausmaße der Jesusstatue, doch leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die Statue verschwand hinter ner dicken Wolkenschicht.
Deshalb weiter zum Gipfel, dort massiger Touriandrang, es gibt sogar Rolltreppen hoch zum Gipfel, tz...
Tja und nun? Was soll ich sagen, wenn man nun so unmittelbar vor diesem 30m Monster steht is es schon sehr sehr beeindruckend, innen drin gibt’s auch noch ne Kathedrale, wo man Kerzen anzünden kann und so´n Klimbatsch...
Nach ner knappen Stunde ging´s dann zurück zum Taxionkel, der uns wieder nach unten kutschierte, schon krass wenn man an diesen Favelas unmittelbar vorbeifährt. Unser Hostel bot auch sogenannte Favela-Tours an, wo man in Begleitung des Militärs, die einen mit Maschinengewehren beschützen, durch die Favelas laufen kann. Das Ganze für 70 RS, unglaublich. Das is für mich pervers, du gehst als europäischer Urlauber durch ganz krasse Armenviertel und wirst vom Militär mit Waffen beschützt. Man stelle sich das mal vor, echt widerlich. Wenn die Favela-Leute von den 70 RS wenigstens nen Bruchteil abbekommen würden, aber da glaub ich nicht wirklich dran...
Unten angekommen ging´s dann noch in nen netten, günstigen Souvenir-Laden, in dem 2 schicke Postkarten für die Lieben daheim und eine kleine Jesusstatue aus Holz für meinen Opa ergattert werden konnten. Mein Opa is die Gläubigkeit in Person, 50 Jahre lang die Orgel in der Kirche gespielt. Der hat sich auch riesig gefreut. Nur weis er bis heute nicht, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin. Der gute Mann wird dieses Jahr 76 und ich will nicht, dass er nen Herzschlag bekommt, wenn ich ihm sage, wie ich über die Kirche denke. Deswegen bleibt das mein kleines Geheimnis ihm gegenüber und er lebt dafür hoffentlich noch paar Jährchen...
Dann ging´s mit dem nächst besten Bus Richtung Centro, wollten wir doch am Busbahnhof schon mal die Bustickets für die Rückfahrt nach Sao Paulo kaufen. Busbahnhof jedoch nicht gefunden, also mit Metro zurück zur Copacabana. Abends wieder in unseren all you can eat Schuppen, es war wieder abartig geil.

Dienstag, 30.6.09

Morgens erst um 11:00 aufgewacht, top Wetter und direkt ab zur Copa. Dort bis 17:00 abwechselnd geplanscht und am Strand gelegen und den Sonnenbrand meines Lebens eingefangen. Ich sah aus wie´n gekochter Hummer, wirklich richtig krass. Am Hostel dann duschen, umziehen und 19:30 zu dritt mim Taxi (24 RS) zu:

[color=red][size=150]Club de Regatas Vasco da Gama vs. Clube Atlético Bragantino, Seria B, Estádio São Januário, 5.895 Z. (0) 0:0[/size][/color]

21:00 Anstoß und alles wie immer...geiles Stadion, Rest scheise, Stimmung quasi nicht vorhanden. Zum Intro paar Großschwenkfahnen und das war´s dann. Die Torcida hatte ihren Namen mal wieder nicht verdient.
Hatte mir von Vasco, dass von portugiesischen Einwanderern gegründet und nach dem gleichnamigen Seefahrer benannt wurde, bisl mehr erhofft. Aber ich hab mich bereits damit abgefunden, Ligafußball in BRA kannste halt getrost in die Tonne treten.
Nach Abpfiff dann noch ne Fahne erworden, damit von jedem LP eine, macht sich gut in der Bude. Um 23:00 wartete dann wie abgemacht unser Taxifahrer vom Hinweg auf uns und brachte uns für 24 RS wieder zurück zum Hostel. Das war´s dann auch, gute Nacht.

Mittwoch, 1.7.09

Die Nacht kaum geschlafen, jede Bewegung tat höllisch weh, diesen Sonnenbrand werde ich niemals vergessen.
Morgens dann nochmal Copacabana getestet, wurde aber nach 1 Std. abgebrochen, Sonne viel zu krass.
Da kannste dich mit Sonnencreme einschmieren wie de willst, auch vorher von wegen einwirken lassen etc.
Das nützt alles nen gequirlten Haufe Scheise, man verbrennt sich da einfach tierisch den Pelz. Felix blieb da, Michel spazierte irgendwo in der Gegend rum, ich versuchte was zu pennen, oder besser zu dösen. Naja, nennen wir es mal allgemein Tag der Erholung.
Da es ein neuer Monat war und meine Kreditkarte immer noch nicht klappte, hab ich dann mal meine Bank kontaktiert, die konnten aber keine außergewöhnlichen Transaktionen erkennen. Auch daheim beim Rechnung checken war alles ok, also kein Konto leer geräumt bekommen. Warum die Karte von jetzt auf gleich aber nicht mehr funktionierte, werde ich wohl nie erfahren.
Danke jedenfalls an Felix & Michel für´s Aushelfen, habt ja auch alles artig wieder bekommen ;-)
Abends dann im TV das Finale der Copa Brasil zwischen International – Corinthians geschaut und mir kamen fast die Tränen ins Auge, was wir da verpassten. Eine mega Pyroshow, zudem krachte es vor und nach dem Spiel an allen Ecken und Enden. Aber unser Tourbudget war so gut wie aufgebraucht und irgendwo ist dann auch leider mal Schluss.

Donnerstag, 2.7.09

Heute morgen erneut das Motto: Frühstück, duschen, kacken und danach die Koffer packen.
Apropos Koffer packen, das war bei Felix immer so ne Sache mit seinem Retro-Hartschalen-Teil, dass immer wieder aufsprang. Hab mich teilweise köstlich amüsiert wie oft er sich über diesen Koffer aufgeregt hat, herrlich.
Haben dann ausgecheckt/bezahlt, konnten das Gepäck aber netterweise im Hostel lassen, da wir uns heute noch etwas von RdJ anschauen wollten.
Es ging dann zu einigen Kathedralen und zur bondinho, einer klapprige Straßenbahn, die am Zentrum und der Niemeyer-Kathedrale vorbeifährt und über das Viadukt Arcos da Lapa bis ins Künstlerviertel Santa Teresa fährt.
Doch die Zeit wurde langsam knapp, sind dann schonmal zum Rodoviaria zwecks Tickets für den Nachtbus nach Sao Paulo. Klappte auch 1a, für 68 RS gab´s die vorerst letzte Busfahrt...Danach dann zurück zur Copa und dem Lonely Planet Tipp „Cervantes“ gefolgt, angeblich die besten Sandwiches der Stadt. Gab dann Roast Beef mit Käse und Ananas im Brötchen, dazu Pommes und Agua. Preislich dann knapp unter 10€, hat nicht schlecht geschmeckt, aber ´n Insider-Tipp sieht anders aus.
Dann ging´s noch ein allerletztes mal an der Copa entlang, wir gönnten uns dann noch ne Kokosnuss an ner Strandbar und der Mäcces-Länderpunkt wurde auch noch gemacht. Direkt an der Copa steht so ne kleine Mäcces-Bude, gibt zwar keine Burger aber lecker Softeis für 1 RS, hehe.
Wir chillten dann noch bisl im Hostel, checkten Internet und schauten im TV das Copa Libertadores Halbfinal-Rückspiel Gremio vs. Cruzeiro. Cruzeiro lies nach dem Hinspielsieg nix mehr anbrennen, unterlag in den beiden Finalspielen jedoch Estudiantes de La Plata mit 0:0 und 1:2.

Freitag, 3.7.09

Kurz vor Mitternacht dann mim Taxi und kompletten Gepäck zum Rodoviaria, Bus fuhr 00:20 gen Sao Paulo. Sitze bequem, fast wie der Nachtbus nach Montevideo, ne Stufe drunter würd ich sagen.
Mein Sitz funktionierte natürlich als einziger nicht, es war aber noch ne 2er Reihe frei, von daher latscho.
Schlaf Mangelware und Bus war schon um 6:00 wieder am Busterminal Tiete in Sao Paulo. Via Metro dann wieder zum Praca de Republica, der bekannte Weg zum Hostel zwecks Check In. Check In erst ab 14h möglich, da wir aber quasi Freunde des Hauses waren, konnten wir gegen 50% Aufpreis schon jetzt auf´s Zimmer (morgens um 7!) und das Frühstück war auch im Preis drin. Also 2x Frühstück und quasi 2 Nächte für 19€ pro Person, läuft...
Haben dann bis 13:00 gepennt und nach ner mehr als nötigen Dusche ging´s dann über Sé (schöne Kathedrale und top Blick in ne nette Gegend von Sao Paulo) nochmal zum Asia-Viertel Liberdade. Dort was geschlendert und noch die ein oder andere Besorgung für die Lieben daheim.
Zurück mit der Metro bis Republica, wollten dort in dem Straßenrestaurant was essen, in dem wir vor 1 Woche noch köstlich gespeist hatten. Doch der Laden war mittlerweile bankrott, schon alles rausgeräumt, man drehte gerade die Barhocker ab und schloss für immer die Rollos. So kann´s gehen. Fanden aber hervorragenden Ersatz.
Felix & Michel chillten noch was im Hostel, ich vor´m Internet und um 19:30 rafften wir uns ein letztes mal auf:

[color=red][size=150]Associação Portuguesa de Desportos vs. Paraná Clube, Seria B, Estádio Doutor Osvaldo Texeira Duarte, 2.000 Z. (20) 1:0[/size][/color]

Dieses geile Stadion, was schon von der Autobahn immer wieder zu erkennen war, wurde nun also als letzter Tourground auserkoren.
21:00 Anpfiff und für 20 RS gab´s ein Ticket unterhalb der Tribüne mit freier Platzwahl. Was soll ich mehr ausgeben für nen Tribünenplatz, wenn in der Kurve eh nix geht.
Ground besteht aus einer mit Haupttribüne mit Sitzschalen in Vereinsfarben und der Rest des Stadions mit sehr vielen Stehplätzen. Dazu 4 geile Flutlichtmasten, top Ding, so sieht man das gerne.
Stadion spärlich gefüllt, mehr wie 2.000 Zuschauer dürften es net gewesen sein, darunter 20 Gäste aus Paraná mit einer kleinen Zaunfahne. Kleiner Mob, kleine Fahne, angemessen. Nicht wie in Ipatinga oder beim FC Sao Paulo.
Spiel ging ok, nur wollte wieder mal das Runde nicht ins Eckige. Uns drohte das dritte 0:0 in Folge, bis wir i.d. 86. min durch ein Kopfballtor nach ner perfekt getretenen Ecke erlöst wurden, verdienter Heimsieg.
Zur Stimmung muss ich mich net mehr äußern, wenn man ohne Erwartungen hingeht, kann man auch net enttäuscht werden! Portuguesa´s Hauptgruppe „Leoes da Fabulosa“ hingen ihren Banner falsch rum und wechselten in der Halbzeit den Standort, immer hinter das Tor, wo die Heimelf drauf spielte. Kenn ich so nur aus Englands unteren Ligen. Aber soll mir egal sein, auch ihr habt mich nicht überzeugt ihr Minusmenschen.
Mit der Metro ging´s dann zurück zum Hostel, wo die Bar noch auf hatte und wir das Unternehmen „bekrachen am letzten Abend“ mit 3 Caipirinha starteten. Bar machte dann irgendwann zu, die gaben uns aber noch Zucker und eine einzige Limette mit. Schnaps hatten wir noch am Zimmer.
Es wurde dann in Eigenkreation kräftig experimentiert, aber wenn man nur eine Limette hat, kann man den Schnaps eig. auch pur trinken. Haben wir dann auch gemacht.
Am Ende gut einen sitzen, fanden Felix und ich es wär ne tolle Idee, den mittlerweile schlafenden Michel ein wenig zu dekorieren. Als er wach wurde und das Chaos sah, is er ´n bisl ausgerastet, aber Felix und ich haben uns köstlich amüsiert. Sorry Michel, der Cachaca war schuuuld.

Samstag, 4.7.09

Tief in der Nacht war dann irgendwann Feierabend und es wurden dann noch paar Std. gesammelt, denn um 9:20 klingelte der Wecker, zum letzten Mal wurde eine Schneise ins Frühstückbuffet geschlagen, dann gedöst bis 11 und Felix beim auskotzen der Substanzen vom Saufgelage der letzten Nacht zugehört.
Nachdem wir alle fertig zum Aufbruch waren, ging´s nochmal zum Markt am Praca de Republica, wo für 18 RS noch ein nettes Shirt ergattert wurde.
Dann ging´s mit der Metro nochmal nach Carrao zum Markt, wo wir am 1. WE so köstlich Spieße gefuttert hatten. Felix lag die letzte Nacht immer noch im Magen, mir hingegen mundeten die Pasteln, Chicken- und Fleischspieße, sowie der frisch gepresste Saft jedoch hervorragend. Zusammen 4€, hehe!
Um 14:00 dann zurück zum Hostel, bis 16:30 gegammelt und dann kam Conrado und fuhr uns für 60 RS mit allem Hab und Gut zum Airport. Um 20:00 ging der Flug nach Madrid, welcher im Gegensatz zum Hinflug eher suboptimal lief. Wir bekamen keine Plätze mehr nebeneinander, deshalb hatte ich ne Mutter mit Kind neben mir, dass natürlich fleißig gequängelt hat.
Ich fand insgesamt 0 min Schlaf, die Fanzines waren irgendwann auch gelesen und Kanal 7 spielte immer die selben Lieder...

Sonntag, 5.7.09

10:45 Landung in Madrid, unser Anschlußflug sollte erst um 16:00 gehen. In die Stadt fahren lohnt sich also net. Unser Flug ging letztlich erst um 17:30 , also knapp 7 Std. gammeln am Airport. Saßen dann 2 Std. beim Mäcces bis wir aufgefordert wurden zu gehen, da wir nix mehr konsumieren und anderen Gästen den Platz weg nehmen würden. Ach haltet doch die Fresse...Airport Madrid-Barajas sucks!
Das Laufband zwischen Gate J40/41 und Gate J44/45 braucht 1 min 43 sec, zurück jedoch nur 1 min 41,5 sec. Mehrfach getestet und bestätigt. Skandal! Zudem gibt es 10 sanitäre Anlagen, bei denen insgesamt 8 Seifenspender nicht funktionierten. Notiz: es liegen technische Mängel vor. Ihr seht wozu 7 Std. am Airport Madrid einen führen können.
Um 17:30 ging´s dann endlich zurück an den gelobten FFM International, wo mich mein bester Kumpel Alex abholen sollte. Ja richtig, sollte. Hab ihn vor der Tour gefragt, ob er mich dann und dann in FRANKFURT abholt, ja klar, macht er. In Madrid dann nochmal ne SMS geschrieben, Flug hat Verspätung, ich bin dann und dann in FRANKFURT.
Ich warte am Ausgang, warte und warte, ruf Alex an wo er bleibt. Und? Wo is er? Am HAHN.
Und das nach diesen zwei Katastrophen-Rückflügen...
Er kam dann aber ne gute Std. nach meinen Anruf und ich war um 23:00 endlich daheim. Tasche in die Ecke geworfen, ausgepackt wird wann anders, und direkt ins Bett, Montag morgen 7:00 aufstehen und auf der Arbeit antanzen.

Fazit: super geile Tour, unheimlich viel Eindrücke und Erfahrungen gewonnen, aber Ligafußball in BRA muss nie wieder sein (ich weis ich wiederhole mich), hatten halt mit den 3 Derby´s in Campinas, Sao Paulo und RdJ nen Rahmen. Tja, jetzt wissen wir mehr. Rio is aber einfach nur geil! Die nächste Tour, wohl im Sommer 2011 geht dann von Anfang an nach Argentinien.
Besten Gruß an die Kollegen Felix, Michel, Mankel (FFM), Kevin, Sepp (DO), Mike (DD) und Ellinger (AC). Und Alex ;-)
groundhopping
 

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