Türkei 23.11-27.11

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Türkei 23.11-27.11

Beitragvon Nobbi » 12.12.2006 22:11

#ed_op#DIV#ed_cl#damit etwas Leben hier reinkommt, stelle ich auch mal einen Bericht hier rein und freue mich schon auf das Gepöbel:#ed_op#/DIV#ed_cl##ed_op#DIV#ed_cl# #ed_op#/DIV#ed_cl##ed_op#DIV#ed_cl#23.11.06, 20.00 Uhr#ed_op#BR#ed_cl#Fenerbahce Istanbul - US Palermo 3:0#ed_op#BR#ed_cl#Sükrü Saracoglu Stadyumu, 45.000 Zuschauer#ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#Wieder mal sollte ein neuer Länderpunkt gemacht#ed_op#BR#ed_cl#werden, und mit Hafermann und Grünebaum wollen auch#ed_op#BR#ed_cl#noch zwei Mitfahrer die Tour machen. Flüge wurden#ed_op#BR#ed_cl#bereits vor Monaten gebucht und nachdem knappe zwei#ed_op#BR#ed_cl#Wochen vorher auch die genauen Spielpläne der#ed_op#BR#ed_cl#türkischen Liga für das Wochenende bekanntgegeben#ed_op#BR#ed_cl#wurden, konnte auch die Feinplanung abgeschlossen#ed_op#BR#ed_cl#werden. Leider reduzierte sich unsere Reisegruppe dann#ed_op#BR#ed_cl#doch noch kurzfristig auf zwei Personen, da Hafermann#ed_op#BR#ed_cl#verletzungsbedingt absagen mußte. Am Mittwoch holt#ed_op#BR#ed_cl#mich dann auch noch eine Grippe ein. Den Mittwochabend#ed_op#BR#ed_cl#verbringe ich halbtot im Bett, aber deswegen eine Tour#ed_op#BR#ed_cl#abzusagen, kommt ja nicht in Frage. Also wird fleißig#ed_op#BR#ed_cl#Paracetamol eingeworfen und so halbwegs geht es dann#ed_op#BR#ed_cl#auch am nächsten Morgen wieder. Es geht zunächst mit#ed_op#BR#ed_cl#der Bahn zum Münchener Flughafen und pünktlich hebt#ed_op#BR#ed_cl#die Maschine der Turkish Airlines ab und landet ebenso#ed_op#BR#ed_cl#pünktlich auf dem Atatürk-Flughafen von Istanbul. Mit#ed_op#BR#ed_cl#Metro und Tram geht es dann in die Altstadt. Das#ed_op#BR#ed_cl#Fahrkartensystem ist hier übrigens denkbar simpel, man#ed_op#BR#ed_cl#kauft Jetons zu einem Festpreis und kann damit mit#ed_op#BR#ed_cl#einem Verkehrsmittel soweit fahren, wie man will.#ed_op#BR#ed_cl#Kapiert wirklich jeder auf Anhieb. In der Sidepension#ed_op#BR#ed_cl#wartet bereits Kollege Grünebaum auf mich, der schon#ed_op#BR#ed_cl#am frühen Morgen geflogen ist und bereits ein Spiel#ed_op#BR#ed_cl#der dritten Liga gesehen hat. Wir machen uns auf den#ed_op#BR#ed_cl#Weg nach Eminönü, von dort kann man mit Personenfähren#ed_op#BR#ed_cl#auf die andere Seite des Bosporus übersetzen. Hier ist#ed_op#BR#ed_cl#schon die Hölle los, offenbar gibt es jede Menge#ed_op#BR#ed_cl#Berufspendler, die täglich die Fähren nutzen. Die#ed_op#BR#ed_cl#Boote fassen aber viel mehr Leute, als man denkt. Von#ed_op#BR#ed_cl#der Anlegestelle in Kadiköy ist das Stadion nur 15#ed_op#BR#ed_cl#Minuten zu Fuß entfernt. Karten gibt es noch,#ed_op#BR#ed_cl#allerdings nur für nicht gerade schnäppchenhafte 108#ed_op#BR#ed_cl#YTL, was guten 50 Euro entspricht. Naja, was will man#ed_op#BR#ed_cl#machen. Grünebaum macht es sich derweil in einem anderen Stadiobereich#ed_op#/DIV#ed_cl##ed_op#DIV#ed_cl#bequem. Das Stadion ist ein Neubau, bei#ed_op#BR#ed_cl#dem alle Tribünen überdacht sind und der komplett#ed_op#BR#ed_cl#zweistöckig ist. Es ist letztlich ein moderner#ed_op#BR#ed_cl#Kasten, wie er leider überall in Europa stehen könnte.#ed_op#BR#ed_cl#Beleuchtung ist am Tribünendach angebracht, dazu#ed_op#BR#ed_cl#kommen zwei Videoleinwände in den Ecken. Fenerbahce#ed_op#BR#ed_cl#gegen Palermo, da treffen zwei Tabellenführer#ed_op#BR#ed_cl#aufeinander. Einen Favoriten zu bestimmen ist kaum#ed_op#BR#ed_cl#möglich. Für die Mannschaft von Zico ist es erst das#ed_op#BR#ed_cl#zweite Spiel in dieser Gruppe, das erste hat man knapp#ed_op#BR#ed_cl#in Newcastle verloren. Schon lange vor dem Anpfiff ist#ed_op#BR#ed_cl#die Stimmung top, als die Spieler von Palermo auf den#ed_op#BR#ed_cl#Platz zum Warmmachen kommen, gibt es ein#ed_op#BR#ed_cl#Riesenpfeifkonzert, was sich später bei jedem#ed_op#BR#ed_cl#Ballbesitz von Palermo wiederholt. Mit Blockfahnen#ed_op#BR#ed_cl#richtig umgehen, das muß man bei Fener allerdings#ed_op#BR#ed_cl#nochmal üben, denn das klappt überhaupt nicht. An#ed_op#BR#ed_cl#Lautstärke sind die Fenerbahce-Fans allerdings kaum zu#ed_op#BR#ed_cl#übertreffen, es ist ohrenbetäubender Lärm. Manchmal#ed_op#BR#ed_cl#gibt es auch Wechselgesänge, wobei alle vier Tribünen#ed_op#BR#ed_cl#einbezogen werden. Achja, ein paar Fans aus Palermo#ed_op#BR#ed_cl#sind auch da, allerdings hört und sieht man von ihnen#ed_op#BR#ed_cl#nichts. Neben mir sitzt ein Türke aus Hamburg, der#ed_op#BR#ed_cl#extra für das Spiel hergeflogen ist und mir ein paar#ed_op#BR#ed_cl#Schlachtrufe übersetzen kann. Stephen Appiah - bekannt#ed_op#BR#ed_cl#von der WM - bringt Fener nach#ed_op#BR#ed_cl#einer Viertelstunde in Führung. Der Jubel kennt nun#ed_op#BR#ed_cl#keine Grenzen mehr. Bis zur Halbzeit bleibt es beim#ed_op#BR#ed_cl#1:0. Kurz nach der Pause fällt bereits das 2:0 und#ed_op#BR#ed_cl#Tuncay erhöht kurz vor Schluß auf 3:0 durch einen#ed_op#BR#ed_cl#sehenswerten Schuß aus der Distanz. Die Atmosphäre#ed_op#BR#ed_cl#beim Spiel ist kaum mit der in Deutschland zu#ed_op#BR#ed_cl#vergleichen. Die Stimmung bei Bundesligaspielen ist#ed_op#BR#ed_cl#der reinste Kindergeburtstag dagegen. Der Sieg ist#ed_op#BR#ed_cl#auch absolut verdient, die Leistung von Fenerbahce ist#ed_op#BR#ed_cl#wirklich internationale Klasse. Eintracht Frankfurt#ed_op#BR#ed_cl#wird hier wohl kaum was holen, wenn Fener wieder so#ed_op#BR#ed_cl#spielt wie heute. Von Palermo bin ich stark#ed_op#BR#ed_cl#enttäuscht, kaum zu glauben, daß diese Truppe#ed_op#BR#ed_cl#Tabellenführer in Italien ist. Riesenverkerkehrschaos#ed_op#BR#ed_cl#natürlich nach dem Spiel, aber wenigstens ist man auf#ed_op#BR#ed_cl#Fußballfans in Istanbul eingestellt und stellt einige#ed_op#BR#ed_cl#Fähren mehr als üblich zur Verfügung. Wir fahren also#ed_op#BR#ed_cl#wieder zurück, feiern noch meinen neuen Länderpunkt#ed_op#BR#ed_cl#mit einem Efes, allerdings bleibt es dabei dann auch,#ed_op#BR#ed_cl#denn meine Grippe ist immer noch zu stark.#ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#24.11.2006, 20.00 Uhr:#ed_op#BR#ed_cl#Besiktas Istanbul - Bursapor 3:1#ed_op#BR#ed_cl#Inönü Stadyumu, ca. 25.000 Zuschauer#ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#Das Frühstück ist recht lecker, aber eben auch ein#ed_op#BR#ed_cl#wenig auf Touristen ausgerichtet und nicht unbedingt#ed_op#BR#ed_cl#typisch türkisch. Danach geht es auf Sightseeing-Tour.#ed_op#BR#ed_cl#Die Blaue Moschee und die Hagia Sophia sind ein Muß,#ed_op#BR#ed_cl#vor allem ist es aber interessant, die Gläubigen beim#ed_op#BR#ed_cl#Freitagsgebet zu beobachten, zu dem auch außerhalb der#ed_op#BR#ed_cl#Moscheen zahlreiche Gebetsteppiche bereit liegen und#ed_op#BR#ed_cl#die Gebete werden auch nach draußen übertragen.#ed_op#BR#ed_cl#Nachmittags fahren wir über das goldene Horn in den#ed_op#BR#ed_cl#Stadtteil Kadiköy und besichtigen noch den#ed_op#BR#ed_cl#Galata-Turm, wobei ich allerdings unten bleibe, denn#ed_op#BR#ed_cl#die Höhe ist nicht unbedingt was für mich. Weiter geht#ed_op#BR#ed_cl#es zum Taksim-Platz und von dort kann man in einer#ed_op#BR#ed_cl#Viertelstunde das Inönü Stadyumu erreichen.Wir holen#ed_op#BR#ed_cl#uns Karten für die Kurve und trinken noch einen Kaffee#ed_op#BR#ed_cl#in einem nahen Cafe, das recht hübsch gelegen ist. Das#ed_op#BR#ed_cl#Stadion gefällt mir richtig gut, es hat zwei#ed_op#BR#ed_cl#überdachte Tribünen, dazu ist auch der obere Teil#ed_op#BR#ed_cl#einer Hintertorseite überdacht, die andere Kurve ist#ed_op#BR#ed_cl#nicht überdacht. Es hat noch vier klassische#ed_op#BR#ed_cl#Flutlichtmasten und dazu eine Videoleinwand. Vor allem#ed_op#BR#ed_cl#aber die Lage in einem kleinen Talkessel ist richtig#ed_op#BR#ed_cl#nett. Es sind mehr Zuschauer anwesend, als ich#ed_op#BR#ed_cl#erwartet hatte, allerdings keine Gästefans. Zu Beginn#ed_op#BR#ed_cl#gibt es einen Fanstreik, der Grund dafür bleibt#ed_op#BR#ed_cl#allerdings im Unklaren. Die Fans halten den Streik#ed_op#BR#ed_cl#aber nicht mal fünf Minuten durch und danach#ed_op#BR#ed_cl#beginnt ein Stimmunsgfeuerwerk. Fast das ganze Stadion#ed_op#BR#ed_cl#hüpft und singt und macht Riesenlärm. Teilweise auch#ed_op#BR#ed_cl#hier wieder Wechselgesänge. Die gesamte Gegentribüne#ed_op#BR#ed_cl#steht über die komplette Spielzeit. Auf die Mannschaft#ed_op#BR#ed_cl#scheint das zunächst aber alles nicht zu wirken, denn#ed_op#BR#ed_cl#Besiktas spielt schwach und leistet sich viele Fehler.#ed_op#BR#ed_cl#Folgerichtig geht Bursaspor in Führung. Besiktas, bei#ed_op#BR#ed_cl#dem der ehemalige französische Nationalspieler Tigana#ed_op#BR#ed_cl#Trainer ist, ist aber nicht umsonst Tabellenzweiter#ed_op#BR#ed_cl#und schlägt kurz nach der Pause zurück. Wiederum nur#ed_op#BR#ed_cl#ein paar Minuten später fällt das 2:1. Das Stadion#ed_op#BR#ed_cl#kocht jetzt förmlich. Kurz vor Schluß sieht noch ein#ed_op#BR#ed_cl#Spieler von Besiktas die Rote Karte, Bursaspor kann#ed_op#BR#ed_cl#die zahlenmäßige Überlegenheit aber nicht nutzen, im#ed_op#BR#ed_cl#Gegenteil. Durch einen tollen Konter fällt noch das#ed_op#BR#ed_cl#3:1. Ein verdienter Erfolg für Besiktas und in jedem#ed_op#BR#ed_cl#Fall ein Verein, den ich gern nochmals besuchen würde.#ed_op#BR#ed_cl#Wir machen uns auf den Weg zur Tram, fahren zum Hotel#ed_op#BR#ed_cl#zurück und holen unsere Rucksäcke. Danach geht es#ed_op#BR#ed_cl#weiter zum Flughafen, wo wir kurz vor Mitternacht#ed_op#BR#ed_cl#ankommen. #ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#25.11.2006, 14.00 Uhr:#ed_op#BR#ed_cl#Denizlispor - Ankaraspor 1:1#ed_op#BR#ed_cl#Atatürk Stadyumu, ca. 3.500 Zuschauer#ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#Am Flughafen wollen wir den reservierten Mietwagen#ed_op#BR#ed_cl#übernehmen, das Ganze stellt sich dann aber als etwas#ed_op#BR#ed_cl#chaotisch heraus. Den Verleiher gibt es am Flughafen#ed_op#BR#ed_cl#gar nicht, als ich bei der Information nachfrage,#ed_op#BR#ed_cl#taucht plötzlich ein junger Mann auf, der von der#ed_op#BR#ed_cl#Mietwagenfirma ist und uns dann doch das Auto#ed_op#BR#ed_cl#übergibt. Das Büro der Firma ist aber in Wirklichkeit#ed_op#BR#ed_cl#in der Stadt. Nun gut, es klappt alles und mit einem#ed_op#BR#ed_cl#Hyundai geht es nun durch die Nacht. Zunächst mal über#ed_op#BR#ed_cl#die Bosporusbrücke und weiter bis Izmit auf der#ed_op#BR#ed_cl#Autobahn, von hier geht es über Landstraßen in#ed_op#BR#ed_cl#Richtung Süden. Nur einmal wird es etwas brenzlig, als#ed_op#BR#ed_cl#Grünebaum vor einer Kurve überholt und ausgerechnet in#ed_op#BR#ed_cl#diesem Moment ein LKW entgegenkommt. Aaaaaahhhhh.#ed_op#BR#ed_cl#Ansonsten rollt es aber besser als gedacht. Bis 5 Uhr#ed_op#BR#ed_cl#halten wir durch, dann wird ein bißchen geschlafen und#ed_op#BR#ed_cl#in einer Raststätte Kaffee getrunken. Anschließend#ed_op#BR#ed_cl#geht’s weiter und bei Tageslicht sieht man dann#ed_op#BR#ed_cl#auch mal ein bißchen was von der zeimlich#ed_op#BR#ed_cl#beeindruckenden Landschaft. Auf den Straßen bewegt man#ed_op#BR#ed_cl#sich im übrigen im Verbund mit Eselskarren, kreuzenden#ed_op#BR#ed_cl#Kühen und völlig überladenen LKWs. Einige Regeln der#ed_op#BR#ed_cl#türkischen Straßenverkehrsordnung. 1. Es wird nicht#ed_op#BR#ed_cl#geblinkt. 2. Fahrstreifenmarkierungen stellen nur eine#ed_op#BR#ed_cl#grobe Empfehlung dar und sind keinesfalls bindend. 3.#ed_op#BR#ed_cl#Fahren mit Nebelschlußleuchte ist generell erlaubt. 4.#ed_op#BR#ed_cl#LKW haben kein zulässiges Gesamtgewicht, es wird#ed_op#BR#ed_cl#soviel geladen, wie draufpaßt. Kurz vor Denizli tanken#ed_op#BR#ed_cl#wir. An der Tankstelle findet sich ein#ed_op#BR#ed_cl#deutschsprachiger Tankwart und wir werden erstmal auf#ed_op#BR#ed_cl#einen Tee eingeladen und zudem werden auch noch#ed_op#BR#ed_cl#mehrfach die Scheiben geputzt. Scheint den Jungs wohl#ed_op#BR#ed_cl#Spaß zu machen. Gegen Mittag kommen wir in Denizli an#ed_op#BR#ed_cl#und finden auch auf Nachfragen das Stadion sehr#ed_op#BR#ed_cl#schnell. Eintrittskarten gibt’s hier für#ed_op#BR#ed_cl#günstige 5 YTL und in einer nahen Imbissbude finden#ed_op#BR#ed_cl#wir auch was zu essen. Verständigungsprobleme sind#ed_op#BR#ed_cl#schnell gelöst: „Make the best of it and bring#ed_op#BR#ed_cl#it!“ Macht der Imbißbudenbesitzer dann auch.#ed_op#BR#ed_cl#Anschließend gehen wir ins Stadion. Dieses hat eine#ed_op#BR#ed_cl#zweistöckige überdachte Hauptrribüne, der Rest sind#ed_op#BR#ed_cl#unüberdachte Sitzplätze. Beleuchtet wird der Ground#ed_op#BR#ed_cl#von vier klassischen Flutlichtmasten, eine#ed_op#BR#ed_cl#Anzeigetafel gibt es auch. Beide Mannschaften stehen#ed_op#BR#ed_cl#im Mittelfeld. Von der Stimmung bin ich heute#ed_op#BR#ed_cl#enttäuscht, nur selten wird es mal ein bißchen lauter,#ed_op#BR#ed_cl#die meisten Zuschauer verfolgen das Spiel eher auf die#ed_op#BR#ed_cl#ruhige Art. Gästefans gibt es keine. Die#ed_op#BR#ed_cl#Heimmannschaft geht bereits nach gut 10 Minuten in#ed_op#BR#ed_cl#Führung. Danach plätschert das Spiel lange Zeit dahin#ed_op#BR#ed_cl#und ich bin desöfteren kurz vorm Wegnicken. Die#ed_op#BR#ed_cl#durchgemachte Nacht fordert halt doch irgendwann ihr#ed_op#BR#ed_cl#Recht. In der zweiten Halbzeit hat Denizli die#ed_op#BR#ed_cl#Riesenchance zum 2:0, der Ball landet aber knapp neben#ed_op#BR#ed_cl#dem Tor. Im Gegenzug fällt dann der Ausgleich. So ist#ed_op#BR#ed_cl#das eben im Fußball, wenn man die Chancen nicht nutzt,#ed_op#BR#ed_cl#wird das halt bestraft. Es bleibt beim 1:1, was auch#ed_op#BR#ed_cl#in etwa den Spielanteilen entspricht. Wir fahren nach#ed_op#BR#ed_cl#dem Spiel weiter nach Afyon, was ungefähr auf halbem#ed_op#BR#ed_cl#Weg nach Ankara liegt. Ein Hotel zu einem akzeptablen#ed_op#BR#ed_cl#Preis ist schnell gefunden. Danach gibt’s noch#ed_op#BR#ed_cl#Döner und Efes. Da die Stadt nicht sehr viel#ed_op#BR#ed_cl#Sehenswertes hat, gehen wir halt schlafen, das tut ja#ed_op#BR#ed_cl#auch mal gut. #ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#26.11.2006, 14.00 Uhr:#ed_op#BR#ed_cl#MKE Ankaragücü - Antalyaspor 1:0#ed_op#BR#ed_cl#19 Mayis Stadyumu, ca. 12.000 Zuschauer#ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl#Das Frühstück ist genießbar, hätte schlimmer kommen#ed_op#BR#ed_cl#können. Danach geht es über einsame Straßen in#ed_op#BR#ed_cl#Richtung Ankara, wobei man teilweise über sechsspurige#ed_op#BR#ed_cl#Schnellstraßen fährt, es ist aber manchmal#ed_op#BR#ed_cl#kilometerlang kein Auto zu sehen. Da fragt man sich:#ed_op#BR#ed_cl#wozu brauchen die Türken denn solche Straßen? Die#ed_op#BR#ed_cl#Landschaft wird manchmal ziemlich wüstenähnlich,#ed_op#BR#ed_cl#trotzdem stehen am Straßenrand massenweise Obststände.#ed_op#BR#ed_cl#Wo zaubern die denn die Sachen in dieser unfruchtbaren#ed_op#BR#ed_cl#Gegend her? Die Slums von Ankara beginnen schon 20 km#ed_op#BR#ed_cl#vor dem Zentrum, von hier fährt man endlos, bis man#ed_op#BR#ed_cl#endlich mal die Innenstadt erreicht. Das Stadion#ed_op#BR#ed_cl#finden wir erstaunlich schnell und auch ein Parkplatz#ed_op#BR#ed_cl#in der Nähe ist schnell gefunden. Karten gibt es hier#ed_op#BR#ed_cl#sogar für nur 3 YTL. Wir holen uns vorm Stadion noch#ed_op#BR#ed_cl#einen Döner. Am Eingang will man mir dann meinen#ed_op#BR#ed_cl#Fotoapparat abnehmen. Alles Diskutieren und Bitten#ed_op#BR#ed_cl#hilft nichts, ich muß das Ding abgeben – zum#ed_op#BR#ed_cl#ersten Mal in meiner Hopperkarriere und das#ed_op#BR#ed_cl#ausgerechnet in Ankara, wo man nun wirklich nicht#ed_op#BR#ed_cl#damit rechnet. Nun gut, es ist nicht zu ändern. Das#ed_op#BR#ed_cl#Stadion ist ein rundrum zugebautes Oval, alle Tribünen#ed_op#BR#ed_cl#sind überdacht. Beleuchtet wird das Stadion von vier#ed_op#BR#ed_cl#Flutlichtmasten, dazu gibt es wiederum eine#ed_op#BR#ed_cl#Anzeigetafel. Von der Stimmung hatte ich heute gar#ed_op#BR#ed_cl#nichts erwartet, aber man wird positiv überrascht.#ed_op#BR#ed_cl#Hier ist richtig was los, zeitweise macht das ganze#ed_op#BR#ed_cl#Stadion mit, im wesentlichen gibt es aber zwei#ed_op#BR#ed_cl#Stimmungsherde, einen in der Kurve und einen auf der#ed_op#BR#ed_cl#Gegengeraden. Auch hier gibt es wieder Wechselgesänge#ed_op#BR#ed_cl#zwischen den Tribünen. Auch einige Gästefans sind#ed_op#BR#ed_cl#anwesend, die man aber nie hört. Der Aufsteiger aus#ed_op#BR#ed_cl#Antalya ist auch schon wieder abstiegsgefährdet,#ed_op#BR#ed_cl#Ankaragücü steht im Mittelfeld. Die Gastgeber haben#ed_op#BR#ed_cl#dann auch die bessere Spielanlage, sind aber vor dem#ed_op#BR#ed_cl#Tor relativ harmlos. So bleibt die Partie zunächst#ed_op#BR#ed_cl#torlos, der guten Stimmung tut das aber keinen#ed_op#BR#ed_cl#Abbruch. Auch in der zweiten Halbzeit passiert lange#ed_op#BR#ed_cl#Zeit nichts. 10 Minuten vor Schluß hole ich mir dann#ed_op#BR#ed_cl#meinen Fotoapparat zurück und schleiche mich damit#ed_op#BR#ed_cl#wieder ins Stadion rein, um doch noch ein paar Fotos#ed_op#BR#ed_cl#machen zu können. Die Highlights der Partie passieren#ed_op#BR#ed_cl#dann alle in der Nachspielzeit. Zunächst bekommt ein#ed_op#BR#ed_cl#Spieler von Ankaragücü nach einem Foul die rote Karte,#ed_op#BR#ed_cl#woraufhin sich eine Massenschlägerei auf dem Platz#ed_op#BR#ed_cl#entwickelt. Habe ich in der Form auch noch nie#ed_op#BR#ed_cl#gesehen. Als es endlich weitergeht, erzielt Ankaragücü#ed_op#BR#ed_cl#doch noch das 1:0. Torschütze ist der auch aus der#ed_op#BR#ed_cl#Bundesliga bekannte Viktor Agali. Jetzt herrscht#ed_op#BR#ed_cl#natürlich Riesenjubel auf den Rängen. Kurze Zeit#ed_op#BR#ed_cl#später ist das Spiel zu Ende. Die Mannschaft und#ed_op#BR#ed_cl#speziell der Spieler, der vom Platz geflogen ist,#ed_op#BR#ed_cl#lassen sich noch lange von den Fans feiern. Für uns#ed_op#BR#ed_cl#geht es wieder zurück nach Istanbul, wobei fast die#ed_op#BR#ed_cl#komplette Strecke Autobahn ist. „Welcome to#ed_op#BR#ed_cl#Europe“ steht hinter der Bosporusbrücke. Kurz#ed_op#BR#ed_cl#nach 22 Uhr kommen wir wieder am Flughafen an, wo der#ed_op#BR#ed_cl#Mensch von der Mietwagenfirma schon auf uns wartet.#ed_op#BR#ed_cl#Hat alles perfekt funktioniert. Mit der Tram geht es#ed_op#BR#ed_cl#wieder in die Stadt zu unserer bekannten Pension. Auf#ed_op#BR#ed_cl#das Frühstück am nächsten Morgen muß leider verzichtet#ed_op#BR#ed_cl#werden, da unsere Rückflüge ziemlich zeitig sind. Also#ed_op#BR#ed_cl#wieder raus zum Flughafen und pünktlich geht es mit#ed_op#BR#ed_cl#der Turkish Airlines wieder zurück, diesmal aber#ed_op#BR#ed_cl#direkt nach Nürnberg. Am frühen Nachmittag bin ich#ed_op#BR#ed_cl#dann bereits wieder zu Hause. Fazit der Tour:#ed_op#BR#ed_cl#Superstimmung in den Stadien, sehr guter Fußball und#ed_op#BR#ed_cl#freundliche Menschen. Nachteilig allerdings die großen#ed_op#BR#ed_cl#Entfernungen und die eher schlechte Infrastruktur und#ed_op#BR#ed_cl#die Tatsache, daß Frauen in diesem Land nur Menschen#ed_op#BR#ed_cl#dritter Klasse sind (nicht mal zweiter Klasse).#ed_op#BR#ed_cl#Nachteilig auch, daß man einfach nirgendwo#ed_op#BR#ed_cl#Zuschauerzahlen findet, weder im Internet noch in#ed_op#BR#ed_cl#türkischen Zeitungen. Trotzdem ist die Türkei ein#ed_op#BR#ed_cl#Land, daß mich sicher nochmal wiedersehen wird. Denn#ed_op#BR#ed_cl#nach Trabzon muß man ja irgendwann auch mal hin. #ed_op#BR#ed_cl##ed_op#BR#ed_cl##ed_op#/DIV#ed_cl#
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